In Maisprach entscheidet das Los über neue Gemeinderätin

In der Baselbieter Gemeinde Maisprach entscheidet das Los über den letzten freien Sitz im Gemeinderat. Neue Gemeinderätin ist Aline Kyburz. Weil sie bei den Wahlen am Sonntag gleich viele Stimmen erhielt wie Hespe Philipp, wurde der letzte freie Sitz per Los entschieden. So will es das Gesetz.

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Bildlegende: In Maisprach entscheidet das Los über neue Gemeinderätin. So will es das Gemeindegesetz. Paul Menz

In Maisprach wurden am Sonntag alle vier bisherigen Gemeinderatsmitglieder, die sich zur Wiederwahl stellten, auch gewählt. Der letzte freie Sitz blieb aber noch frei, obwohl zwei Kandidaten das absolute Mehr erreichten.

Das Los entscheidet

Sowohl Aline Kyburz als auch Philipp Hespe erhielten genau gleich viele Stimmen, nämlich 213. In solchen Fällen schreibt das Gemeindegesetz vor, dass per Los entschieden wird. Und so wurde Aline Kyburz als neue Gemeinderätin von Maisprach ausgelost. So weit so gut - doch zufrieden ist man damit in der 1000-Seelen-Gemeinde nicht: man hätte nämlich lieber nochmals gewählt.

Doch dafür gibt es keinen gesetzlichen Spielraum. Landschreiber Peter Vetter sagt: «Das Gesetz verbietet eine Nachwahl klar und deutlich, es muss in diesem Fall das Los entscheiden.» Da gäbe es überhaupt keinen Spielraum.

Zu einer Wahl könnte Maisprach nur kommen, wenn die frischgebackene Gemeinderätin Aline Kyburz gleich wieder zurücktreten würde - das ist aber wohl eher unwahrscheinlich.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)