In Muttenz mischen sich Schüler unter das Basler Kammerorchester

Das Orchester hat seine Proben ins Gymnasium Muttenz verlegt. Dabei prallen Welten aufeinander: Musiker, die stundenlang an einem Stück feilen, und Jugendliche, die Mathematik, Deutsch und Wirtschaft büffeln. Im Projekt «Musik macht Schule» sollen die zwei Welten voneinander lernen.

Ein Schüler sitzt mitten im Kammerorchester, das gerade im Schulhaus probt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Schüler sitzt mitten im Kammerorchester, das gerade im Schulhaus probt. Christian Flierl

Zwölf Profimusikerinnen und -musiker des Kammerorchesters Basel sitzen im Foyer des Gymnasium Muttenz und proben. 70 Jugendliche hören und schauen ihnen dabei zu.

Das Projekt trägt den Namen: «Musik macht Schule» und wurde vom Kammerorchester initiiert. Ziel sei es, die reale Musikerwelt in die die Schule zu bringen, sagt Brigitte Jäggi, Rektorin des Gymnasium Muttenz. Den Schülerinnen und Schülern sollen mögliche Perspektiven aufgezeigt werden.

Der praktische Schulunterricht

So dient das probende Kammerorchester im Foyer zum Beispiel als Objekt für den Zeichenunterricht: Schüler erfassen die Situation und zeichnen diese auf ein Blatt Papier. Auch im Deutschunterricht rücken die Musikerinnen und Musiker in den Fokus: Schülerinnen beobachten und beschreiben das Gesehene in einem kurzen Aufsatz.

Das Projekt sei ein Gewinn für beide Seiten: Die Schule und das Orchester. Die Musikerinnen ihrerseits kämen mit Jugendlichen in Kontakt und würden von diesem Austausch ebenfalls profitieren, sagt Musikvermittlerin Noëmi Schwank: «Das gemeinsame Dasein gibt uns eine Frische.»

Das Projekt begeistert offenbar: «Probe ausgebucht» heisst es auf einem Anschlag beim Eingang ins Schulhaus.