In Rheinfelden werden Häuser mit Bier geheizt

Die Brauerei Feldschlösschen wurde am Freitag an einen Wärmeverbund angeschlossen. Die ersten 200 Liegenschaften beziehen ihr warmes Wasser ab sofort von Feldschlösschen.

Drei Männer hauen auf Basser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vertreter von Feldschlösschen, der Stadt Rheinfelden und der Energiebranche «zapften» die Energiequelle an. SRF

Mit einem festlichen Akt wurde die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden an einen Wärmeverbund angeschlossen. Das heisst: Mit der Abwärme des Produktionsprozesses werden in Rheinfelden in Zukunft Häuser geheizt.

Pionierarbeit leisteten andere

Feldschlösschen ist nicht das erste Unternehmen, das die Abwärme in ein Wärmeverbund leitet. «Feldschlösschen» ist der vierte Wärmeverbund dieser Art in Rheinfelden. Im Ganzen werden 6000 Personen mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Das ist fast die Hälfte der Einwohner von Rheinfelden.

Die Gesamtleistung der Heizanlage von Feldschlösschen beträgt 6000 Kilowatt. Um dieselbe Energie mit Heizöl oder Gas zu erzeugen, müsste man jährlich mehr als eine Million Liter Heizöl einsetzen. Dies würde mehr als 3200 Tonnen CO2 verursachen.

Die neue Heizanlage von Feldschlösschen arbeitet demnach CO2-neutral. Feldschlösschen liefert die Wärme gratis an die Stadt. Vorwiegend pflege die Brauerei ihr Image mit dieser Aktion. Zu vernachlässigen sei der finanzielle Benefit, der daraus resultiere, sagte Feldschlösschen-CEO, Thomas Amstutz am Freitag. Man spare nur wenig an Wasser und Strom.

Die Anlage kostete um die 15 Millionen Franken. Die Stadt Rheinfelden und der Energiekonzern AEW haben die Kosten je zur Hälfte übernommen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)