Initiative für Hooligan-Konkordat lanciert

Der Verein «Hooligans-Stopp beider Basel» lanciert eine Initiative mit dem Ziel, dass die Kantone Basel-Stadt und Baselland doch noch dem sogenannten «Hooligan-Konkordat» beitreten. Das Komitee besteht vorwiegend aus Mitgliedern von SVP und CVP aus beiden Basel.

Zuschauer werden am Eingang abgetastet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das verschärfte Hooligan Konkordat sieht unter anderem intime Leibesvisitation bei der Eingangskontrolle vor. Keystone

Das Initiativkomitee möchte den Entscheid der Parlamente in beiden Basel umkehren. Diese hatten sich im Einklang mit den jeweiligen Kantonsregierungen gegen einen Beitritt zum «Hooligan-Konkordat» entschieden. Sie vertreten die Ansicht, die präventiv orientierte Fan-Arbeit, das «Basler Modell» sei wirksam, um Gewalt an Sportveranstaltungen zu bekämpfen.

Das Komitee findet, die Fan-Arbeit genüge nicht. Der Beitritt zum Konkordat «über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» sei nötig. Wie die Komitee-Mitglieder vor den Medien betonten, geht es ihnen vor allem darum, schärfere Massnahmen gegen Hooligans einzuführen.

Kein Allerheilmittel

Gewalttätige Hooligans müssten zum Beispiel von Stadien ferngehalten werden. Die Massnahmen, die das revidierte Konkordat vorsieht, seien zwar kein Allerheilmittel, aber doch seien diese dazu geeignet. CVP-Landrat Peter Müller sagte: «Wir brauchen fairen Sport, wir brauchen lauten Sport, wir brauchen die Muttenzerkurve, aber wir brauchen keine Gewalt, weder innerhalb noch ausserhalb der Stadien.»

Das Initiativkomitee besteht vor allem aus Parlamentariern von CVP, EVP und SVP aus beiden Basel, sowie einem Basel-Städter FDP-Grossrat. Das Komitee ist überzeugt, die nötigen Unterschriften bald beisammen zu haben.

(Regionaljournal Basel; 12.03)