Internet-Übetragung der Basler Oper darf nun doch stattfinden

Das Theater Basel will die Oper «Donnerstag» des Komponisten Karlheinz Stockhausen am Samstag live im Internet übertragen. Mitglieder der Stockhausen-Stiftung haben versucht, dies zu verhindern. Nach tagelangen Streitereien gibt die Stiftung nun jedoch grünes Licht.

Szene aus der Basler Inszenierung von «Donnerstag aus Licht». Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Szene aus der Basler Inszenierung von «Donnerstag aus Licht». Sandra Then

Das Theater Basel stand tagelang im Clinch mit der Stockhausen-Stiftung für Musik. Einige Mitglieder der Stiftung versuchten, das Live-Streaming zu verhindern. Bei diesen Stiftungsmitgliedern handelte es sich laut Theater um solche, die ästhetische und inhaltliche Einwände gegen die Aufführung haben.

Das Theater Basel brachte «Donnerstag» aus dem Zyklus «Licht» als Schweizer Erstaufführung erstmals Ende Juni zum Abschluss der ersten Spielzeit unter dem neuen Intendanten Andreas Beck auf die Bühne.

Die Mitglieder der Stockhausen-Stiftung drohten dem Theater Basel mit einer einstweiligen Verfügung. Sie forderten das Theater auf, eine Unterlassungserklärung für die Live-Übertragung im Internet zu unterzeichnen.

Einen Tag vor der Live-Übertragung ist es nun aber doch noch zu einer Einigung gekommen, wie das Theater Basel und die Stockhausen-Stiftung in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben. «Alle Missverständnisse und Unklarheiten konnten beigelegt werden», heisst es dort.

Das bedeutet: Das Theater Basel darf die Oper am Samstag ab 16 Uhr im Netz übertragen. Auf der gleichen Internet-Seite, welche die Oper zeigt, ist auch eine Stellungnahme der Stockhausen-Stiftung zu finden, in der die Einwände gegen die Basler Inszenierung dargelegt sind.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)