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Die Schweizer Kajak-Elite findet im Elsass beste Trainingsbedingungen.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 21.06.2020.
abspielen. Laufzeit 05:06 Minuten.
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Kajak in Huningue Mit dem Passierschein ins Training

Trotz Corona-Grenzschliessung konnte die Schweizer Kajak-Elite im Elsass trainieren. Ein Brief des Verbands half.

Seit über zehn Jahren lebt der Kajakfahrer Lukas Werro in Basel und trainiert auf dem Wildwasserkanal in Huningue, gleich an der Grenze. Es ist das nationale Leistungszentrum des Schweizer Kanuverbands in Basel und Huningue. Die Kajakfahrer gehören zu diesem Verband. In Basel haben sie die Möglichkeit zum Krafttraining, die Trainings auf dem Wasser finden im Kanal von Huningue statt.

Keine künstliche Strecke in der Schweiz

Da seit Jahren die internationalen Wettkämpfe nicht mehr auf natürlichen Gewässern, sondern auf künstlichen Strecken stattfinden, sei der Standort Basel mit der Möglichkeit des Trainnigs im Elsass ideal, sagt der 29-jährige Werro. In der Schweiz gibt es keine künstliche Anlage.

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Training auf dem Wildwasserkanal in Huningue
Aus News-Clip vom 19.06.2020.
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Im März war ein Training im Elsass plötzlich nicht mehr möglich, da der Kanal in Huningue und die Grenzen zwischen Frankreich und der Schweiz geschlossen wurden. Die Kajakfahrer hielten sich mit Trainings auf dem Rhein und im Kraftraum fit. Anfang Juni öffnete der Kanal in Huningue wieder für die Sportler. Das Problem der Schweizer Trainingsgruppe: Die Grenzen blieben bis Mitte Juni geschlossen. Kurzerhand gingen sie mit einem Brief des nationalen Verbands an die Grenze, in dem ihnen bestätigt wurde, dass sie auf die Trainingsanlage angewiesen seien. Kajak sei ihre Arbeit. Sie hatten Erfolg: Fortan liessen die Zöllner die Sportler passieren.

Kraft, Ausdauer und Technik

Die Trainingsgruppe besteht aus Mitgliedern des nationalen A- und B-Kaders sowie hoffnungsvollen Junioren, die alle in der Kategorie Slalom starten. Einer der Junioren ist der 18-jährige Pitt Rohrer, der seit seiner Kindheit vom Kajaksport begeistert ist: «Mich fasziniert die Idee, die Kraft des Wassers zu meinem Vorteil zu nutzen.» Dies sei extrem wichtig, um gut Kajak zu fahren, sagt auch Lukas Werro, einer der Routiniers der Gruppe. Weiter brauche es eine hohe Grundfitness.

Mich fasziniert die Idee, die Kraft des Wassers zu meinem Vorteil zu nutzen.
Autor: Pitt RohrerKajak-Nachwuchshoffnung

Die Atmosphäre im Training ist freundschaftlich, die Einheiten aber sehr intensiv. «Es spornt mich an, wenn die Jungen mich schlagen wollen», sagt Lukas Werro. Der Nationaltrainer gibt vom Rand des Kanals Anweisungen und die Kajakfahrer versuchen die angesagte Strecke möglichst schnell zu meistern. Dabei fahren sie durch Torstangen, die über dem Wasser hängen. Das Spezielle: Es gibt nicht nur Tore, durch die man von oben nach unten durchfährt, sondern auch solche, die man von unten nach oben meistern muss. Es ist also eine Drehung erforderlich.

Von einer Randsportart leben

Lukas Werro betreibt einen enormen Aufwand, um international mithalten zu können. Mehrere Trainings pro Tag sind bei ihm Standard. Hinzu kommen viele Reisen an Wettkämpfe oder ins Trainingslager. Er sagt: «Ich habe das Glück vom Sport leben zu können.» Es seien nicht die Preisgelder oder Zustüpfe von grossen Sponsoren, das sei für eine Schweizer Kajakfahrer kein Thema. Viel mehr finanzieren ihn die Schweizer Sporthilfe und die regionale Sportförderung. Hinzu kämen die Einsätze, die seit seiner Spitzensport-RS jährlich beim Schweizer Militär leisten kann.

Regionaljournal Basel 17:30 Uhr

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