Sportmuseum Kampf ums Überleben geht in die nächste Runde

Das Sportmuseum erhält auch für die kommenden zwei Jahre je 150'000 Franken. Mit diesem Entscheid stellt sich der grosse Rat gegen die Empfehlung der Bildungs- und Kulturkommission.

Drei Bälle liegen nebeneinander auf einem Gestell Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bälle in allen Grössen, auch für verschwundene Sportarten wie FEldhandball Keystone

Sport und Emotionen, das gehört zusammen. Nicht anders ist es beim Sportmuseum. In der Debatte um die künftige Unterstützung bewilligte der Grosse Rat erneut je 150'000 Franken für die kommenden zwei Jahre. Der Entscheid fiel mit 55 gegen 22 Stimmen zu Gunsten der Sammlung. Das Parlament entschied sich gegen die Empfehlung der Bildungs- und Kulturkommission.

Das Sportmuseum wurde 1945 gegründet. Seit 2011 ist es als «Begehlager» konzipiert. Mit einem Jahresbudget von 600'000 Franken sind die Möglichkeiten für Ausstellungen begrenzt. Rund 2000 Personen besuchen jährlich das Sportmuseum.

Federers Racket und Nadigs Sapporo-Helm

Mit 150'000 Objekten ist das Sportmuseum eine der weltweit grössten Sammlungen zur Sport-Geschichte. Neben Sportgeräten von Persönlichkeiten wie Roger Federer oder Marie Theres Nadig beherbergt es auch das Fotoarchiv Wehrle, der einzigen Schweizer Sportnachrichtenagentur.

In der Debatte blühten viele Grossräte auf. Hinter dem Kompromiss der SP standen die LDP und die CVP/EVP, sowie einige Mitglieder der SVP und der FDP. Diese beiden Parteien kritisierten in erster Linie die ungewisse Zukunft des Museums, dem mit dieser Subvention in der längerfristigen Existenz nicht geholfen würde.

Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr