Quartierarbeit in Basel Kanton stopft Finanzloch der Quartierorganisationen

Den Basler Quartierorganisationen fehlen in den nächsten drei Jahren über 400'000 Franken. Dies, weil die GGG und die Christoph Merian Stiftung in Zukunft weniger Subventionen zahlen. Der Grosse Rat hat beschlossen, dass der Kanton diesen Betrag kompensiert.

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Bildlegende: Der Quartiertreffpunkt Erlenmatt erhält zwar nicht mehr Subventionen, das Finanzloch stopft allerdings der Kanton. zVg

Der Entscheid im Grossen Rat war umstritten. Bürgerliche Parteien warnten davor, den Betrag zu kompensieren. «Dies setzt ein falsches Signal», sagte etwa Luca Urgese, Parteipräsident der Basler FDP.

Und auch Regierungspräsident Guy Morin wollte das Geldloch nicht stopfen: «Andere Institutionen, die von privaten Trägern mitgetragen werden, haben dann das Gefühl, dass im Falle eines Rückzugs der Gönner immer der Kanton einspringt.»

Kein zusätzliches Geld für Treffpunkt Erlenmatt

Für eine Erhöhung sprach sich hingegen die Bildungs- und Kulturkommission BKK aus. «Wenn die Beträge wegfallen, müssten die Quartiertreffpunkte ihre Öffnungszeiten einschränken», mahnte der Vizepräsident der Kommission, Martin Lüchinger. Der Grosse Rat entschied schlussendlich, den Betrag zu kompensieren.

Chancenlos war hingegen ein Vorstoss der SP, dem Quartiertreffpunkt Erlenmatt zusätzliche 42'000 Franken zu sprechen. Damit hätte der Treffpunkt gleich viele Subventionen erhalten, wie die restlichen Treffpunkte. Regierungsrat und Parlament wollen mit dieser Aufstockung allerdings noch warten, bis der Treffpunkt in ein neues Lokal umgezogen ist.