Katrin Nabholz: «Wir kämpfen in Sotschi um die Bronzemedaille!»

Die Basler Eishockeyspielerin ist eine von nur zwei Sportlerinnen und Sportlern, die die Region Basel an den Olympischen Winterspielen in Sotschi vertreten. Darauf freut sich die 27-jährige. Sie möchte mit ihrer «frechen Mannschaft» aus Amateurinnen gegen die Profis der anderen Nationen bestehen.

Portrait der Eishockeyspielerin Katrin Nabholz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eishockeyspielerin Katrin Nabholz im Studio Basel - kurz vor der Abreise nach Sotschi. SRF

Sie sei «mega aufgeregt» und auch sehr gespannt auf diese Spiele, sagt die Basler Eishockeyspielerin Katrin Nabholz im Sportgast-Gespräch. Allerdings sei sie doch auch gelassener als bei ihrer Olympischen Premiere vor vier Jahren im kanadischen Vancouver.

«Ich rechne auch damit, dass die Journalisten sich eher mit anderen, bekannteren Sportlerinnen und Sportlern befassen, als mit uns», erklärt die 27-jährige im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Ihre Chancen auf eine gute Platzierung seien aber intakt. Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft sei im Eishockey zwar fast das einzige Amateurinnen-Team. Im Gegensatz etwa zu Kanada oder den USA. Die Schweizerinnen hätten alle einen Brotberuf oder stünden in Ausbildung, erklärt sie.

Aber das Schweizer Frauen-Team sei «eine freche schnelle Mannschaft», die im Viertelfinal gewinnen und dann die Bronzemedaille anstreben wolle. Bronze, weil die beiden Top-Teams aus den USA und Kanada schlicht nicht zu schlagen seien.

«Ich liebe auch das Angriffige beim Eishockey»

Katrin Nabholz möchte Tierärztin werden. Die besseren Ausbildungsmöglichkeiten in der Schweiz und der Wunsch, auch hier im künftigen Beruf zu arbeiten, sind ihr wichtiger als eine Profi-Karriere als Sportlerin. Darum hat sie sich schon länger gegen einen Umzug in die USA entschieden, wo es ihr möglich wäre, in einem College Studium und Sport-Karriere zu verbinden.

Sie sei aber mit Leib und Seele im Eishockey bei der Sache, der Sport mache ihr viel Spass. «Schuld» daran sei ihre Mutter, die sie bereits als kleines Kind ins Eishockey-Training steckte. Das Spiel fasziniere sie immer noch, gerade auch das Angriffige daran, bekennt sie. Das Publikum müsse allerdings noch entdecken, dass auch Frauen-Eishockey attraktiv sei: Es biete zwar weniger «Checks» - diese seien beim Frauen-Eishockey verboten - dafür Tempo und fintenreiche Spielzüge, wirbt die 27-jährige Baslerin verschmitzt.