Volleyballturnier am Ende Kein Spitzenvolleyball mehr in Basel

Das internationale Volleyballturnier «Top Volley», das jeweils zwischen Weihnachten und Neujahr in Basel stattfand, musste auch dieses Jahr abgesagt werden. Damit sei das Turnier wahrscheinlich gestorben, sagt Gründer Christoph Socin.

Zwei Volleyballteams während einem Match in der St. Jakob-Halle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beim «Top Volley» in der St. Jakobshalle nahmen jeweils internationale Volleyballmannschaften teil. Keystone

Gegründet wurde das Turnier vor über 20 Jahren vom Basler Christoph Socin. Er bedauert, dass das Turnier nun aus finanziellen Gründen vor dem Ende steht. «Natürlich bin ich enttäuscht», sagt Socin, «aber ich habe auch ein gewisses Verständnis». Schon in den letzten Jahren sei es schwieriger geworden, das nötige Geld für das Turnier aufzutreiben.

Dafür ist seit 2013 die Firma Eventcourt verantwortlich. Socin übergab die Organisation damals an den Zürcher Veranstalter, der eng mit dem Volleyballclub Volero Zürich verknüpft ist. Mangelndes Engagement könne man der Firma aber nicht vorwerfen, betont Socin.

Sm'Aesch-Pfeffingen keine Alternative

Das Turnier stattdessen über den regionalen Volleyball-Verein Sm'Aesch-Pfeffingen zu organisieren, sei keine Alternative. «Sie spielen zwar eine tolle Saison, aber es ist wie im Fussball: Zwischen nationaler Meisterschaft und Champions-League besteht ein zu grosser Unterschied. Das Turnier hätte dann nur auf zweit- oder drittklassigem Niveau stattfinden können» sagt Socin.

Er gehe davon aus, dass das Turnier nun vorläufig gestorben sei, sagt Socin. Bereits letztes Jahr konnte «Top Volley» nicht stattfinden. Damals allerdings nicht aus finanziellen, sondern aus organisatorischen Gründen, weil gleichzeitig die Olympia-Qualifikationen stattfanden.