Kein Zürcher Geschnetzeltes für Basler Kinderkrippe «Margarethen»

Mit 27 Kinderkrippen ist die Stiftung «familea» einer der grössten Anbieterinnen von Krippen in Basel. Vermehrt setzt sie auf einen Caterer aus Zürich, der das Essen liefert. In der Krippe «Margarethen» wehrten sich die Eltern aber gegen das Konzept – mit Erfolg.

Ein Kind richtet einen Teller mit Gemüse an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Tagesstätte «Margarethen» verzichtet auf gelieferte Mahlzeiten aus Zürich. Keystone

Die Eltern störten sich daran, dass das Essen für ihre Kinder in Zürich gekocht und dort auf drei Grad herunterkühlt wird. Danach nach Basel transportiert und hier im Steamer wieder aufgewärmt wird. Stellvertretend sagt Irene Kalchhauser, die Mutter eines Buben der Krippe Margarethen: «Alle Eltern haben es sehr geschätzt, dass in der Krippe gekocht wird. Das war für viele der Grund, warum sie sich diese Krippe aussuchten.»

«  Der Koch war für viele der Grund, warum sie sich diese Krippe aussuchten. »

Irene Kalchhauser
Mutter

Die Eltern wollten, dass in der Krippe weiter eine Köchin oder ein Koch das Essen zubereitet. Mit dieser Forderung gelangten sie an die Stiftung «familea». Weil das Vertrauen zu den Eltern sehr wichtig sei, krebste «familea» mit den Essenslieferungen der Firma «menu and more» bei der Krippe Margarethen zurück. «Wir haben die emotionale Bedeutung des Kochens in der Krippe unterschätzt», sagt Tessa Müller, Geschäftsführerin von «familea».

Müller hat deshalb auf Anfang Februar wieder eine Köchin in der Krippe Margarethen eingestellt. Bei «familea» denke man allerdings nicht daran, auch bei den anderen Krippen grundsätzlich auf das gelieferte Essen aus Zürich zu verzichten.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)