Keine Abkehr von der Geothermie bei der Elektra Baselland

Die Elektra Baselland hält an ihrer Absicht fest, drei Standorte für ein Geothermie Projekt zu evaluieren. Den vorgesehenen Zeitplan möchte sie einhalten. Geschäftsführer Urs Steiner glaubt nach dem Erdbeben von St.Gallen weiter an diese Form der Energiegewinnung.

Bohrturm in St.Gallen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In St.Gallen bebte die Erde wegen der Geothermie-Bohrung. Trotzdem hält die EBL an dieser Technik fest. Keystone

Die Elektra Baselland evaluiert im Moment drei Standorte für ein Geothermie Kraftwerk. Neben Avenches in der Westschweiz kommen noch Etzwilen im Kanton Thurgau und Haute-Sorne im Kanton Jura in Frage. An allen drei Standorten sollen die Vorbereitungen nach Plan weitergehen.

Glaubwürdigkeit im Vordergrund

Für Urs Steiner, Geschäftsführer der EBL, steht die Glaubwürdigkeit im Zentrum der politischen Auseinandersetzungen. Das Fraccing sei mittlerweile weiter entwickelt worden. Ein so hoher Druck, wie er im Deep Heat Mining Projekt im Jahre 2006 in Basel zum Erdbebeben führte, den müsse man heute nicht mehr erzeugen.

Zum Erdbeben von St.Gallen möchte Urs Steiner noch nicht Stellung beziehen. Da wisse man noch nicht, was passiert sei. Die Bevölkerung müsse aber möglichst breit und ausführlich informiert werden. Nur so sei es möglich, der Geothermie auch politisch zum Erfolg zu verhelfen.