Keine Begeisterung für Altersleitbild

Das Baselbieter Altersleitbild löste am Donnerstag im Landrat geteilte Reaktionen aus. Es sei zu wenig konkret, monierten einige. Immerhin habe man nun endlich eines, sagten andere.

Hände einer betagten Person und einer jüngeren Frau, die ihre Pflegerin zu sein scheint. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Baselbieter Altersleitbild löste keine Begeisterung aus. Keystone

Im neuen Baselbieter Altersleitbild habe es «von Allem ein bisschen», kritisierte FDP-Landrat Christoph Buser in der Parlamentsdebatte. Dabei es fehle an Konkretem, sagte Buser. So sei beispielsweise nicht im Leitbild festgeschrieben, was wie viel koste. Ebenfalls unklar sei, wer in einem Heim wohnen und wer in einem Spital behandelt werden solle. Die FDP wollte das Altersleitbild deshalb zurückweisen. Mit diesem Antrag standen die Freisinnigen allerdings alleine da und so nahm der Landrat fast einstimmig Kenntnis vom neuen Leitbild.

Auch SP-Politikerin Pia Fankhauser sprühte ihrerseits nicht vor Begeisterung. Sie gab aber ihrer Freude darüber Ausdruck, dass dieses lang erwartete Papier nun endlich da sei.

Grünen-Sprecherin Marie-Theres Beeler betonte, dass man mit dem neuen Leitbild auf dem richtigen Pfad sei: «Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Darauf aufbauend muss man nun konkret werden.» So brauche es nun Gesetze, die verschiedene Bereiche dieses neuen Leitbilds genau regelten, beispielsweise wofür der Kanton und wofür die Gemeinden verantwortlich seien.

Das Baselbieter Altersleitbild wurde am runden Tisch erarbeitet. Zugegen waren dabei stets auch Vertreter von Altersorganisationen.