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Ohne Drittmittel könnte die evangelisch-reformierte Kirche ihr Angebot in Basel nicht aufrechterhalten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 31.08.2020.
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Kirchen in Geldnot Für die reformierte Kirche werden private Spenden immer wichtiger

Das jüngste Beispiel einer Millionenspende zeigt exemplarisch, wie abhängig die Kirche von privaten Zuwendungen ist.

Die Basler Wibrandis Stiftung unterstützt künftig die Arbeit der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt in der Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz. Sie spendet hierfür einen tiefen, zweistelligen Millionenbetrag. «Wir sind überglücklich und dankbar», sagt dazu Kirchenratspräsident Lukas Kundert und betont, dass dies die grösste Einzelspende sei, die er in seinen 16 Jahren in diesem Amt entgegennehmen durfte.

Wir sind überglücklich und dankbar.
Autor: Lukas KundertKirchenratspräsident

Die Mittel aus einem Fonds der Wibrandis Stiftung würden helfen, den Standort Titus in der Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz auf längere Sicht zu finanzieren. «Die Angebote in der Tituskirche sind der Stiftungsgründerin Sabine Duschmalé eine Herzensangelegenheit», sagt der Geschäftsführer der Stiftung, Tobit Schäfer. Zudem engagiere sich die Roche-Erbin auch persönlich in der betreffenden Kirchgemeinde.

Spenden wichtiger als Steuereinnahmen

Spenden werden für die reformierte Kirche in Basel immer wichtiger. Die Mitgliederzahlen gehen zurück und damit schwinden auch die finanziellen Einnahmen aus der Kirchensteuer. In Basel-Stadt sind nur noch 11 Prozent der Bevölkerung Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche. Der kirchliche Betrieb und der Unterhalt der Gebäude sind allein durch die Steuereinnahmen schon länger nicht mehr gesichert.

Ich rechne damit, dass wir uns bereits in fünf Jahren zur Hälfte über Spenden finanzieren.
Autor: Lukas KundertKirchenratspräsident

Wegen der sinkenden Steuereinnahmen sind die Kirchen vermehrt auf Spenden angewiesen. «Ich rechne damit, dass wir uns bereits in fünf Jahren zur Hälfte über Spenden finanzieren», sagt Kirchenratspräsident Lukas Kundert. Das Verhältnis könne irgendwann sogar zugunsten von Spenden kippen.

Dabei stellt sich die Frage, ob die Spenderinnen und Spender nicht versuchen könnten, inhaltlichen Einfluss zu nehmen. Kundert winkt ab: «Unsere Strukturen verhindern das. Wie das Geld eingesetzt wird, entscheidet die Synode, also das Parlament der Kirche.» Ausserdem zeige die Erfahrung, dass Wohltäter bislang keinen Einfluss nehmen, sondern vor allem den kirchlichen Betrieb sichern wollten.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr;

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