Basler Bäckerei Kleinbasler Bäckerei «Kult» holt Kundschaft in die Backstube

Vor einem Jahr starteten die drei Geschäftsinhaber der Bäckerei «Kult» im Kleinbasel. Das Startkapital organisierten sie sich mit Crowdfunding. Aussergewöhnlich ist ihr Bezug zur Kundschaft. Am Freitag verteilten sie Gutziteig an Passanten, die die Gutzis in der Backstube selber backen konnten.

Viel Muskat, viel Ingwer und viel Zimt - das bedeute Adventszeit für sie, sagt Lea Gessler, eine der drei Inhaberinnen der Bäckerei «Kult» an der Riehentorstrasse in Basel. Hier gibt es allerhand Weihnachts- und Nikolaus-Gebäck. Traditionell zwar, aber mir einem individuellen Ansatz: «Wir haben Grättimänner, die die Beine in die Luft strecken, die Ballett machen», sagt Gessler. «Und natürlich haben wir neben den Grättimännern auch Grättifrauen. Wir haben zudem Grätti-Katzen und Grätti-Tannen. Eine Art Weihnachtsromanze gibt es bei uns.»

«  Wir haben neben den Grättimännern auch Grättifrauen, Grättikatzen und Grättitannen. »

Lea Gassler
Inhaberin Bäckerei «Kult»

Startkapital aus Crowdfunding

Die drei Geschäftsführer haben 2015 eine alte Bäckerei übernommen. Das Startgeld haben die jungen Leute nicht etwa von der Bank, sondern von der Masse: Sie haben 30'000 Franken via Crowdfunding innert weniger Tage zusammen bekommen. Um die 300 Leute haben Geld gegeben. «Wir sind also breit unterstützt worden», freut sich Gessler.

Am Freitagnachmittag sind drei der mittlerweile 15 Leute der «Kult»-Bäckerei mit einem Bauchladen voller Gutziteig unterwegs, schwarz verkleidet. Sie verschenken den Teig und laden die Leute ein, die Gutzi nicht zuhause, sondern in der Backstube der Bäckerei zu backen.

Die Bäckerei hat sich selbst einige weiterreichende Aufgaben gegeben. So will sie das Quartier beleben und das Handwerk einer Bäckerin, eines Bäckers kultivieren.