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Legende: Video Basel-Stadt: Benziner- und Dieselverbot bis 2050? abspielen. Laufzeit 04:23 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 11.09.2019.
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Klimadebatte in beiden Basel Baselbieter SP stellt ambitionierte Klima-Forderung

Experte Reto Knutti ordnet aktuelle Forderungen aus den beiden Basel ein und sagt, wie es um deren Chancen steht.

Die Umwelt- und Verkehrskommission des Basler Grossen Rates möchte, dass bis ins Jahr 2050, also bis in 31 Jahren, keine Fahrzeuge mehr unterwegs sind, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden. Der Vorschlag hat heftige Diskussionen ausgelöst. Die Baselbieter Sozialdemokraten fordern wiederum, dass der gesamte Kanton bis ins elf Jahren klimaneutral ist.

Reto Knutti

Reto Knutti

Klimaforscher

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Reto Knutti ist seit 2012 Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich. Schwerpunkte seiner Forschung sind Veränderungen im Klimasystem durch Treibhausgase und die Arbeit mit Klimamodellen. Knutti ist zudem Mitglied des «Intergovernmental Panel on Climate Change», dem sogenannten Weltklimarat der Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie.

Für Reto Knutti, international anerkannter Klimaforscher an der ETH Zürich, ist das Basler Szenario unproblematisch. Bis ins Jahr 2050 werde die Autoindustrie längst soweit sein, dass ihre Flotte auf Elektro- oder Wasserstoffautos umgestellt sei.

Ehrgeiziges Ziel der SP Baselland

Schwieriger beurteilt er die Forderung der SP Baselland. Diese Forderung betrifft nicht nur den Verkehr, sondern auch andere Bereiche des öffentlichen Lebens, beispielsweise die Gebäude. Im Moment sei es so, dass in der Schweiz nur ein Prozent des Gebäudeparks pro Jahr energetisch saniert werde. Das heisst, mit dem jetzt angeschlagenen Tempo wird es 100 Jahre dauern, bis alle Gebäude energietechnisch saniert sein werden. Ob das Baselbiet diesen Prozess zehn Mal schneller gestalten kann, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, sei für ihn fraglich.

Einfacher sehe es bei der Industrie aus. Die habe schon vor Jahren erkannt, dass sie mit kleinerem Energieverbrauch sehr viel Geld einspart. Sie habe daher schon viel investiert. Als einzelner Kanton müsse die Politik aber aufpassen, dass sie die Klimaziele nicht so gestaltet, dass die Firmen in Regionen abwandern, in denen laschere Ziele gelten.

Klimaziele müssen umsetzbar sein

Knutti appelliert generell an alle politischen Akteure, zwar strenge Klimaziele zu formulieren, gleichzeitig aber auch zu überlegen, wie diese realisiert werden können. Wichtig sei, dass alle Massnahmen wirtschaftlich tragbar sowie technisch und politisch umsetzbar sind. Fehlt eine dieser Grundvoraussetzungen, würden auch die schärfsten Klimaziele schnell Makulatur.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Binder  (Thomas Binder)
    Darf ich @srfbasel, @SRF & @SRGSSR wieder einmal auf das RTVG hinweisen, "...muss ausgewogen umfassend informieren..."? Immer nur IPCC-"Klimaforscher" wie IPCC-Stocker und dessen Jünger Knutti zu präsentieren, ist illegal!
    Herr Knutti, international bekannter IPCC-"Klimaforscher", hat vom IPCC den Auftrag(!) erhalten, wider den gesunden Menschenverstand und jegliche wissenschaftliche Plausibilität, nachzuweisen, dass der Klimawandel anthropogen aka durch das Lebenselixier(!) CO2 induziert ist.
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  • Kommentar von Bruno Schelker  (4435Lord)
    Das Gesetz zur Klimaverbesserung wäre etwas weniger streng auch gut.
    Im Winter, wenn es Schnee auf den Dächer hat, ist der Schnee SCHWARZ um ein Kamin mit Pelletheizung. Der Feinstaub von den Pellets setzt sich im Schnee ab.
    Das gibt es bei einer Ölheizung nicht.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    "Knutti appelliert generell an alle politischen Akteure, zwar strenge Klimaziele zu formulieren, gleichzeitig aber auch zu überlegen, wie diese realisiert werden können. Wichtig sei, dass alle Massnahmen wirtschaftlich tragbar sowie technisch und politisch umsetzbar sind. Fehlt eine dieser Grundvoraussetzungen, würden auch die schärfsten Klimaziele schnell Makulatur."
    Ahaa. Der erste Satz von Herrn Knutti den ich unterschreiben könnte.
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