Komitee beider Basel bekämpft Verschärfung von Hooligan-Konkordat

In der Region Basel organisiert sich der Widerstand gegen die Verschärfung des Hooligan-Konkordats. In Liestal hat sich am Dienstag ein Komitee vorgestellt, in dem sich Politiker beider Kantone zusammenschliessen.

Hunderte FCB-Fans marschieren mit Fahnen über die Kornhausbrücke in Bern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Will das Hooligan-Konkordat unterbinden: FCB-Fanzug über die Berner Kornhausbrücke. Keystone

Das Komitee mit knapp 50 Mitgliedern hat zum Ziel, die Parlamente beider Basel davon zu überzeugen, die Verschärfung des „Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen“ abzulehnen. Sowohl in Basel-Stadt und Baselland ist mit einer Behandlung des Geschäfts im Parlament in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Das Komitee ist der Ansicht, dass das verschärfte Konkordat nicht verhältnismässig sei und im schlimmsten Fall sogar zu einer Radikalisierung der Fanszene führen könnte. Sie wollen, dass der bisherige Basler Weg weitergeführt wird, dieser habe sich sehr bewährt. Komitee-Mitglied und Basler CVP-Nationalrat Markus Lehmann betont, dass in Basel dank Dialog und Fanarbeit eine tolle Fankultur herrsche. Diese wolle man erhalten. Und noch mehr: Basel soll Signalwirkung haben auf andere Schweizer Städte.

Direktes Gespräch mit Parlaments-Mitgliedern suchen

Ihr Ziel erreichen wollen die Komitee-Mitglieder insbesondere durch direkte Gespräche mit den anderen Parlaments-Mitgliedern. „Wir sind zuversichtlich, dass wir eine gute Mehrheit davon überzeugen können, die Verschärfung abzulehnen“, so der Baselbieter FDP-Landrat Balz Stückelberger, der das Komitee zusammen mit der Basler SP-Grossrätin Kerstin Wenk präsidiert.

Sollte ein Parlament der Verschärfung dennoch zustimmen, so würde das Komitee ein Referendum prüfen, erklärt Balz Stückelberger. „Das kommt aber darauf an, wie die Stimmung dann ist. Aber wir wären sicher dazu in der Lage unsere Argumente auch in einem Abstimmungskampf zu verteidigen.“