Kommt die «Schwimm-Begleitperson» für Baselbieter Primarschulen?

Lehrer und Lehrerinnen durften bisher alleine mit ihrer Primarklasse in den Schwimmunterricht gehen. Jetzt empfiehlt aber die Erziehungsdirektion den Primarschulen, nur noch ins Hallenbad zu gehen, wenn mindestens zwei Personen die Klasse begleiten.

Kinder im Schwimmunterricht. Sie lernen das Gleiten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Erziehungsdirektion empfiehlt, nur noch mit einer zusätzlichen Begleitperson ins Schulschwimmen zu gehen. Keystone

Die Primarschulen im Baselbiet müssen sich ab diesem Schuljahr Gedanken machen, wie sie den Schwimmunterricht in Zukunft gestalten wollen. Und zwar ob sie der Empfehlung der Erziehungsdirektion, nur noch mit einer zusätzlichen Begleitperson in den Schwimmunterricht zu gehen, Folge leisten wollen oder nicht.

Regula Meschberger ist Schulleiterin an der Primarschule Muttenz. Sie begrüsst die Empfehlung der Erziehungsdirektion und macht sich Gedanken, wie diese am besten umgesetzt werden kann. Für Meschberger wäre eine Lösung wie in Birsfelden, wo sie Gemeindrätin ist, ideal: «Dort bezahlt die Gemeinde offizielle Schwimmbegleiterinnen, die ein Lebensretter-Brevet haben. Jede Schulklasse ist somit professionell begleitet.»

Gratis Eltern oder bezahlte Profis?

Ob die Gemeinde Muttenz aber auch bereit ist, Geld für den begleiteten Schwimmunterricht zu bezahlen, ist noch offen. Eine Alternative wäre auch, dass Eltern sich zur Verfügung stellen: «Da sind wir auf das Engagement der Eltern angewiesen. Diese müssten auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen», so Meschberger.

In Muttenz und in anderen Gemeinden werden nun verschiedene Lösungen geprüft, wie die Empfehlung des Kantons umgesetzt werden könnte. Möglich ist aber auch, dass bei gewissen Gemeinden punkto Schulschwimmen alles beim Alten bleibt, die Empfehlung des Kantons ist nicht bindend.