Kritik an Baselbieter Wirtschaftskammer

Die Wirtschaftskammer sei zu mächtig und zu intransparent - diese Vorwürfe sind nicht neu. Heute nennt die Zeitung «Schweiz am Sonntag» konkrete Beispiele. Eine Tochtergesellschaft der Wirtschaftskammer habe mit einem Millionen-Betrag zwei kantonale Initiativen verhindert.

Die IWF AG, eine Tochtergesellschaft der Baselbieter Wirtschaftskammer, habe 1,35 Millionen Franken ausgegeben, um zwei kantonale Initiativen der Grünen zu bekämpfen. Zudem habe sie eine Umfrage von Telebasel manipuliert.

«Wir sind schockiert», sagt Florence Brenzikofer, die Präsidentin der Baselbieter Grünen. «Wir fordern mehr Transparenz. Wir wollen wissen, ob auch andere Abstimmungen von der Wirtschaftskammer derart beeinflusst wurden.»

Christoph Buser selbst weist die Vorwürfe vehement zurück. «Wir arbeiten durchaus transparent.» Bei den Vorwürfen handle es sich um «Wahlkampfgetöse». Zudem seien die Wirtschaftskammer als auch die IWF AG private Organisationen, die nach aussen keine Rechenschaft schuldig seien. Christoph Buser sagt, er prüfe mit Juristen, wie er sich gegen die Vorwürfe wehren könne.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)