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Aesch Nord ist ins Visier von Gegnern geraten, die in der Gemeinde Flugblätter verteilt haben.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 03.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:48 Minuten.
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Kritik an Grossprojekt Gegner von «Aesch Nord» gehen in die Offensive

Auf einem Flugblatt wird das Projekt aber auch die abtretende Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger kritisiert.

Das Gebiet «Aesch Nord» ist eines der grossen Entwicklungsgebiete im Kanton Baselland. Neben Büros, Wohnungen und Gewerbe soll sogar ein kleiner See das Gebiet dereinst aufwerten – dies ist die Vision der Arealentwickler und der Gemeinde Aesch.

Von einer «Fehlplanung» sprechen die Gegner des Projekts und machen ihrem Unmut auf einem Flugblatt Luft, das in den letzten Tagen in der Gemeinde verteilt wurde, wie die Zeitung «bz» berichtet.

Die Gegner schrecken dabei auch nicht vor unzimperlichen Methoden zurück. So wird der abtretenden Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger (FDP) vorgeworfen, sie wolle sich mit «Aesch Nord» zum Abschluss ihrer Polit-Karriere in Aesch ein Denkmal setzen, «koste es was es wolle». Dazu gibt es auf dem Flugblatt die passende Karikatur.

Hollinger auf Thron sitzend
Legende: «Für den Papierkorb!» - Aeschs Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger ist gar nicht erfreut über ihre Karikatur. planbasel.ch

«Dies ist etwas für den Papierkorb. Auf dem Flyer wird der Gemeinderat angegriffen mit falschen und diskreditierenden Aussagen», sagt Hollinger enerviert. Sie moniert zudem, dass keine Namen auf dem Flugblatt zu lesen sind von den Leuten, die hinter dem Angriff auf sie und das Projekt stehen.

Büros mitten in einem Gewerbegebiet machen keinen Sinn.
Autor: Oliver BippusGegner des Projekts

Namen sind tatsächlich keine auf dem Flyer zu finden, angegeben ist jedoch ein Link zu einer Homepage mit dem Namen «planbasel». Initiant dieser Seite ist der Reinacher Oliver Bippus. Zusammen mit anderen Mitstreitern wie dem Binninger Ex-Landrat Roger Moll, der das Projekt Margarethenstich erfolgreich verhinderte, wehrt sich Bippus auf «Planbasel» gegen mehrere Grossprojekte in der Region. Im Visier haben die Gegner neben dem S-Bahn-Tunnel «Herzstück» eben auch das Entwicklungsprojekt «Aesch Nord». Dazu Bippus: «Büros mitten in einem Gewerbegebiet machen keinen Sinn. Das Gewerbe wird dort im Endeffekt vertrieben.»

Die Gemeinde kann am Ende Ja oder Nein dazu sagen.
Autor: Marianne HollingerGemeindepräsidentin Aesch (FDP)

Über diese und andere Argumente soll an der Gemeindeversammlung diskutiert werden und nicht über Flugblätter, findet indes Marianne Hollinger. «Solche Projekte können ja nicht einfach gebaut werden. Die Gemeinde kann am Ende Ja oder Nein dazu sagen.»

«Aesch Nord» ist denn auch Thema an der nächsten Gemeindeversammlung Mitte Juni. Dort werden die Aescherinnen und Aescher über das Projekt informiert. Entschieden wird jedoch noch nichts. Die entsprechende Abstimmung soll erst an einer späteren Gemeindeversammlung stattfinden. Mit ihrem Flugblatt haben die Gegner die Diskussion dazu schon lanciert.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wir haben immer weniger Land für die Landwirtschaft, aber wir können es uns leisten die besten Flächen zu verbauen. Wir müssen nicht bald 10 Millionen Menschen in der Schweiz haben und dann alles zum Leben importieren müssen. Was ist nur aus uns geworden?
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wir haben immer weniger Land für die Landwirtschaft, aber wir können es uns leisten die besten Flächen zu verbauen. Wir müssen nicht bald 10 Millionen Menschen in der Schweiz haben und dann alles zum Leben importieren müssen. Was ist nur aus uns geworden?
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