Kunstmuseum Basel sieht Streit um 18 Bilder gelassen entgegen

Im Streit um 18 Meisterwerke der Sammlung Staechelin, die als Leihgabe im Kunstmuseum Basel hängen, gibt sich Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi ziemlich gelassen. Er betont aber , dass er das Gespräch mit Stiftungs-Vetreter Rudolf Staechelin suche.

Blick auf die Hausfassade des Kunstmuseums mit dem Museumsschriftzug Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kunstmuseum Basel hofft, dass die wertvollen Bilder in der Sammlung bleiben Juri Weiss

Direktor Bernhard Mendes Bürgi würde es als «herben Verlust» empfinden, würden die 18 Bilder 2016 nach der Wiedereröffnung nicht nach Basel zurückkehren. Vor allem wegen Paul Gauguins Bild «Nafea faa lpoipo», das ebenfalls zur Sammlung gehört. Diese Möglichkeit hatten «Sonntagsblick» und «Basler Zeitung» aufgezeigt.

Staechelin will auf andere Museen zugehen

Grund, so die beiden Blätter, sei die Unzufriedenheit von Ruedi Staechelin, dem Vertreter der Sammlung, in Zusammenhang mit den 18 Bildern. Vor allem der Fakt, dass ein so bedeutender Leihgeber erst sehr spät über die zeitweilige Schliessung des Museums informiert worden sei, stösst Staechelin sauer auf. Gegenüber dem «Regionaljournal Basel» bestätigt der Stiftungs-Vertreter den Tatbestand. Ausserdem sagt er, er werde nächstens auf andere Museen zugehen.

Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi will wohl auch deshalb das Gespräch mit Ruedi Staechelin suchen. Andererseits betont er, sein Haus gehöre nach Einschätzung vieler Experten zu den wichtigen Museen der Welt und «deshalb würden wir auch ohne die 18 Werke sicher nicht zusammenkrachen».

Das sieht auch Anwalt und Kunst-Experte Hans Furer so: «Es wäre schade, käme es soweit. Eine existentielle Bedrohung für das Kunstmuseum wäre der Verlust aber nicht.»