Lärmstreit im Klybeckquartier

Anwohner des Klybeckquartiers stören sich über Konzerte, welche auf dem Hafenareal stattfinden. Die Zwischennutzer von «Shiftmode» suchen den Dialog und wollen die Musik etwas leiser drehen.

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Bildlegende: Die Zwischennutzungen auf dem Hafenareal sind vor allem an Sommerabenden sehr beliebt. zvg

«Ja, wir spielen Konzerte», sagt Katja Reichenstein vom Verein Shiftmode. Und: «Wir wollten niemanden verärgern, sondern einfach ausprobieren, wie sich der Lärm auf dem Areal verteilt und wie viel es verträgt.»

In der Basler Zeitung klagen verärgerte Anwohner, dass bis Mitternacht die Fensterscheiben zittern würden. Dies, obwohl auf dem Areal im Freien nur Hintergrundmusik gespielt werden dürfe.

«  Man hat uns geholt, um das Areal zu beleben und einen Mehrwert zu bieten. »

Katja Reichenstein
shiftmode

«Wir haben nicht übertrieben», erwidert Katja Reichenstein. Insbesondere seit es ein ermahnendes Gespräch gegeben habe, halte sich Shiftmode zurück. «Wir müssen uns an die 75 Dezibel halten.» Es sei aber auch eine Ermessensfrage. ein leises Konzert an einem lauen Sommerabend müsse möglich sein. «Wir sind ja geholt worden, um das Areal zu beleben und einen Mehrwert zu bieten.»

Der Konflikt zwischen Anwohnerinnen und Anwohnern im Klybeckquartier und dem Verein Shiftmode ist nicht neu. Mit einer Einsprache blockieren die Anwohner den Bau von Holzhallen. Das Appellationsgericht muss nun entscheiden, wie es mit dem Bauvorhaben weiter geht.