Langenbruck ist auf eine Wasser-Notleitung angewiesen

Die Baselbieter Gemeinde hat zu wenig Trinkwasser und musste deshalb eine Notleitung zur Nachbargemeinde Holderbank im Kanton Solothurn legen. Seit letzter Woche wird diese gebraucht.

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Bildlegende: Langenbruck ist auf eine Notleitung angewiesen. Paul Menz

«Der Pegel unserer Quelle ist ganz tief, deshalb haben wir eine Leitung nach Holderbank angeordnet», beschreibt der Gemeindeverwalter Christian Burkhardt die Situation in der Oberbaselbieter Gemeinde Langenbruck. Dank dieser Notleitung haben momentan alle Haushalte genügend Wasser.

Der tiefe Pegelstand habe aber vermutlich nichts mit der aktuellen Trockenheit zu tun, erklärt Christian Burkhardt. «Unsere Quelle geht 120 Meter in den Untergrund. Wasserströme im Karst dort regieren verzögert auf Niederschläge.» Vermutlich sei die Trockenheit im Winter für die Knappheit heute verantwortlich. Entwarnung kann man in Langenbruck aber dennoch nicht geben. «Die Trockenheit heute wirkt sich sicher auf die Quelle aus, aber erst im Herbst.» Bis dann möchte man in Langenbruck ein Projekt vorantreiben und die provisorische Leitung durch eine feste Leitung ersetzen.

Situation im Baselbiet ist nicht dramatisch

Als nicht dramatisch erweist sich die Situation im ganzen Kanton Baselland. Kommt zu wenig Wasser aus den Quellen, so besteht oft die Möglichkeit, das Grundwasser anzuzapfen und dort mehr zu fördern. Dies sei zum Beispiel in Hölstein der Fall, sagt Gemeindeverwalter Fritz Kammermann.

«Unser Verbrauch ist fast doppelt so hoch wie in Normalsituationen. Wir haben daher unsere Bürger aufgerufen, auf das Rasensprengen zu verzichten.» Mit jenen Gartenbesitzern, die einen saftig grünen Rasen hätten, suche man das Gespräch.

In Ormalingen plätschert nur noch der Dorfbrunnen

Auch in Ormalingen vermag die Dorfquelle die Gemeinde nicht mehr vollumfänglich zu speisen. Sie hätten aus diesem Grunde das Grundwasser angezapft, sagt Gemeindeschreiber Felix Beyeler. «Pumpen wir Grundwasser hoch, so müssen wir aber die Stromkosten bezahlen und dem Kanton Gebühren für das Grundwasser. Diese Kosten möchten wir möglichst tief halten. »

Aus dem gleichen Grund wurden in Ormalingen von den sieben Brunnen deren sechs abgestellt. Einzig der Dorfbrunnen plätschert noch wie immer vor sich hin. «Am Dorfbrunnen spielt die Jugend, das ist unsere Badi.» Dieses bunte Treiben wolle man während dieser Hundstage sicher nicht unterbinden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)