Lebensmittelschmuggel im grossen Stil an Basler Grenze

In einer Nacht gingen den Grenzern gleich drei Schmuggler ins Netz. Darunter ein Wiederholungstäter, der selber Koch ist.

Auto mit Schachteln auf Rückbank. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fast eine halbe Tonne Lebensmittel fanden die Zöllner im bis unter das Dach voll bepackten Auto. zVg

Die Zöllner fanden in den drei Autos unter anderem 140 Kilo Geflügelfleisch, 200 Kilo Glacé, 55 Kilo Hackfleisch und 140 Kilo Reis. Der eine Wagen kam vorletzte Woche nachts in Riehen von Deutschland her über die Grenze. In Sichtweite einer Grenzwachtpatrouille unweit des Grenzübergangs wendete der Lenker, parkierte und ging zu Fuss weg. Die Beamten kontrollierten ihn darauf. Dabei fanden sie insgesamt 468 Kilo Lebensmittel im bis unters Dach vollgepackten Auto: Poulet, Ente, Crevetten etc. Die Ware war für ein Restaurant vorgesehen. Der Mann - ein Koch - war schon 2014 wegen Schmuggels gebüsst worden.

Wenig später fiel den Beamten ein Auto beim Grenzübergang beim Rheinhafen auf, das schachtel- und sackweise Hackfleisch im Kofferraum hatte. Und wenig später stiessen die Zöllner in der Nähe in einem Kleintransporter kontrolliert auf 700 Kilo Lebensmittel und Waren, darunter Reis, Rosinen und Pfannen.

Die Schmuggler müssen mit empfindlichen Bussen rechnen, wie die Grenzwache weiter mitteilte. Zudem wurden die Einfuhrabgaben von mehreren tausend Franken erhoben. Im vergangenen Jahr hatte die Grenzwache in der Region Basel eine deutliche Zunahme grösserer Lebensmittel-Schmuggelfälle registriert.