Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Landrat stellt sich hinter den Leistungslohn abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.02.2019.
Inhalt

Leistungslohn Landrat streicht automatische Lohnerhöhung für Kantonsangestellte

Mitarbeitende des Kantons Basel-Landschaft erhalten künftig statt automatischer, individuelle und leistungsbezogene Lohnerhöhungen.

Am Ende der Debatte stellte sich das Parlament mit 51 zu 31 Stimmen deutlich hinter die Änderung: Statt wie bisher eine automatische Lohnerhöhung mit zunehmender Erfahrung gibt es neu «stufenlose Lohnbänder» und Lohnerhöhungen gibt es nur noch bei guter Leistung. Die Änderungen sollen per Anfang 2022 in Kraft gesetzt werden.

SP, Grüne/EVP und Grünliberale/Grün-Unabhängige haben sich gegen diesen Systemwechsel Vorlage ausgesprochen. Sie argumentierten, dass der Systemwechsel Auswirkung auf die Motivation und die Teamarbeit habe. Fraglich sei zudem, ob sich der grosse Aufwand rechne, wenn es letztlich «nur» um 1 Prozent der Gesamtlohnsumme gehe.

Befürworter der Änderung zeigten sich dagegen überzeugt, dass mit Zielvereinbarungen, die an Geld gebunden sind, Verbesserungen erreicht werden. Es sei richtig, dass eine speziell gute Leistung entsprechend honoriert werde, eine schlechte Leistung dagegen nicht.
Die SP stellte einen Rückweisungsantrag, der vom Parlament mit 53 zu 31 Stimmen abgelehnt wurde. Die SP wollte mit der Rückweisung an die Personalkommission eine Optimierung des vorhandenen Systems erreichen und das «Experiment» eines Systemwechsels verhindern.

Bei Lehrerinnen und Lehrern umstritten

Umstritten ist die Umsetzung bei Lehrerinnen und Lehrern. Eine Arbeitsgruppe arbeitet an Lösungsvorschlägen für eine Überarbeitung der MAG für Lehrpersonen. Knacknuss ist die Beurteilung der Leistung. Für die Lehrerinnen und Lehrer soll das Mitarbeitergespräch deshalb verspätet lohnrelevant werden. Ein Spezialprojekt läuft beim Personalamt zudem zum Gericht.

Das aktuelle Lohnsystem des Kantons Basel-Landschaft war in den Grundzügen in den 1970er-Jahren eingeführt worden. 2001 hatte man es im Rahmen einer Teilrevision des Personaldekrets modernisiert.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jérôme Perret  (JPerret)
    Es gibt viele Erfahrungen, dass der Leistungslohn für die Mehrheit der Mitarbeitenden demotivierend und somit kontraproduktiv ist. Zudem liefert der Leistungslohn die Mitarbeitenden der Willkür der Vorgesetzten aus. Keine gute Idee des Landrats.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen