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Letzte Ausgabe 2019 Die Muba ist am Ende

Legende: Video Muba: Nächstes Jahr ist Schluss abspielen. Laufzeit 03:08 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 28.06.2018.
  • Die Muba kämpft seit Jahren mit einem Besucherschwund
  • Die Ausgabe vom 8. bis 17. Februar 2019 wird nach 103 Jahren die letzte sein
  • Die Muba habe zwar immer noch über 100'000 Besucherinnen und Besucher angelockt, diese hätten aber immer weniger eingekauft, sagt Peter Holenstein von der Messe Schweiz

Überraschend kommt das von der Messeleitung verkündete Aus für die frühere Schweizer Mustermesse nicht. Die Muba leidet seit Jahren unter einem Publikumsschwund. Wurden in den besten Jahren mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher gezählt, waren es diesen Frühling nur noch 123'746.

Dass die Muba seit Jahren schwächelt, begründet die Messeleitung unter anderem mit Internet und Online-Shopping und einem fundamental veränderten Konsum- und Freizeitverhalten. Das traditionelle Konzept passe nicht mehr in eine von Digitalisierung geprägte Zeit, heisst es in einem Communiqué. Daran vermochten auch all die Versuche der letzten Jahre, der Messe ein attraktiveres Gesicht zu geben, nichts zu ändern.

Neuer Publikumsevent 2020

Dass die Muba 2019 die letzte sein wird, hat die MCH Messe Basel als Veranstalterin nach intensiven Gesprächen mit den Ausstellern beschlossen. Auch die Auswertung der Besucher- und Ausstellerbefragung an der diesjährigen Muba trug zu diesem Entscheid bei.

Gleichzeitig mit dem Aus für die Muba stellte die Messeleitung am Donnerstag einen neuen Publikumsevent in Aussicht. «Innovativ und zeitgemäss» soll er sein und 2020 zum ersten Mal stattfinden. Worum es geht, ist noch nicht bekannt. Das achtköpfige Team, das sich bisher um die Muba kümmerte, erarbeitet derzeit ein Konzept.

Geschichte der Muba

Erstmals durchgeführt worden war die Muba als Schweizer Mustermesse im Frühling 1917. Sie sollte als nationale Leistungsschau während des Ersten Weltkriegs den «Überlebenswillen der Schweiz und die landeseigenen Produkte stärken». Die Besucherzahlen stiegen rasch an und überschritten 1966 bei der 50. Ausgabe die Millionengrenze.

Danach wurden immer weniger Eintritte verzeichnet. Mit ein Grund dafür war die Auslagerung von Fachmessen, die 1957 mit der «Holz» begann.

Einige der heute eigenständigen Messen haben die Mustermesse als «Mutter aller Messen» an Bedeutung klar überholt, etwa die 1973 erstmals durchgeführte Uhren- und Schmuckmesse, die heutige «Baselworld» oder die «Art Basel», die als weltweit wichtigste Kunstmesse gilt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub (Markus Schaub)
    Wer denkt, man komme an eine Messe, um dort einzukaufen, denkt falsch. Ich bezahle Eintrittsgeld, um degüstieren und an Ständen, an welchen Küchenmaschinen vorgeführt werden, zu probieren. Das die MUBA von der Uhren- und Schmuckmesse getrennt wurde, war ein Fehler, welcher nun zum Untergang der MUBA führte. Auch das man sie in den Winter vorverlegte, gegenüber früher. Und nun ist die letzte Ausgabe schon wieder im Februar.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    die Muba, pardon, die Schweizer Mustermesse Basel war immer schön. Aber die zeiten haben sich geändert, die Interessen leider auch. Wann wird wohl die LUGA, oder die BEA, oder andere regionale Messen - ja sogar die OLMA mit den Sanggaler Brotwürschten gestrichen?
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Dies überrascht nicht, mich wundert, dass die solange durchgehalten haben. Nun hätte ein anderer die Change diese Messe zu übernehmen, nämlich Luzern, wäre verstechnisch besser gelegen, haben aber nur eine Zukunft, wenn sie das Konzept ändern, etwa auf die Hälfte verkleinern und das Schweizerische in den Vordegrund stellen und präsentieren, so wie es die kleineren Regionalstädte machen. Wer es verstanden hat ist die Olma die sich der Landwirtschaft und Heimat verschrieben haben und es läuft.
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