Lieferadressen in Deutschland boomen

Seit dem Fall des Euro hat nicht nur der Einkaufstourismus in Läden zugenommen. Schweizerinnen und Schweizer kaufen auch mehr im Internet ein und lassen sich die Waren an eine Deutsche Lieferadresse schicken.

Mann steht in einem Lager voller Packete. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roland Burg verzeichnet deutlich mehr Kundinnen und Kunden seit dem Fall des Euro. Roland Schnetz/SRF

Seit dem Fall des Euro boomt der Einkaufstourismus. Tausende fahren ins grenznahe Euroland und kaufen ein. Doch Einkaufswillige strömen nicht nur in Läden auf der andern Seite der Grenze, sondern sie kaufen auch übers Internet ein und lassen sich die Ware an eine Deutsche Lieferadresse schicken. Kunden sparen sich so die hohen Zollgebühren der Schweizer Post. Seit dem Fall des Euro boomt auch das Geschäft mit diesen Lieferadressen.

Der Betreiber der LAS Burg in Weil am Rhein, der solche Lieferadressen anbietet, hat seither ein volles Lager und trägt sich gar mit dem Gedanken, eine weitere Halle zu mieten. Bis Ende des letzten Jahres habe er wöchentlich 100 bis 200 neue Kunden bekommen. «Aber seit der Eurokurs nicht mehr an den Franken gebunden ist, hat sich die Anzahl Neukunden in den ersten Tagen fast verdreifacht», sagt Roland Burg. «Während den folgenden zwei Wochen verdoppelte sich die Anzahl Neukunden und jetzt pendelt es sich wahrscheinlich ein», so Burg weiter.

Kundschaft auch aus grenzfernen Regionen

Die meisten Menschen, die sich Pakete nach Weil am Rhein liefern liessen, kämen aus der Region. Aber er sehe auch regelmässig Autoschilder auf seinem Parkplatz aus Bern und manchmal sogar aus Graubünden und dem Tessin. Es gibt aber auch Kunden, die reisen per Zug aus der Innerschweiz an. Ein Ausflug nach Basel lohne sich immer.

(Regionaljournal Basel; 17:30 Uhr)