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Wer zahlt, muss nicht selber zur Recycling-Station
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 15.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:44 Minuten.
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Liestal Konkurrenz im Abfallgeschäft

Eine private Firma holt Alu, Papier oder Glas zuhause ab. Ohne Bewilligung sei dies nicht erlaubt, kritisiert die Stadt.

Private Abfallentsorger mischen in den beiden Basel vermehrt mit im Entsorgungsgeschäft. Diese Firmen bieten an, den recyclierbaren Abfall bei den Kundinnen und Kunden zuhause abzuholen.

In Liestal verteilte kürzlich die Firma «Mulitbag» aus Zofingen (AG) Flyer in die Haushaltungen und warb für ein Entsorgungsabo. Für rund 18 Franken monatlich entsorgt die Firma Karton, Glas, Petflaschen oder Alu-Büchsen.

Abfallmonopol

Die Stadt Liestal hatte keine Freude an der unangemeldeten Konkurrenz. Das Abfallmonopol liege bei den Gemeinden, sagt Stadtverwalter Benedikt Minzer. Wenn private Firmen Abfall entsorgen wollten, müssten sie dafür eine Bewilligung einholen: «Es geht darum , dass die Stoffe fachgerecht entsorgt werden und dies müssten Drittanbieter im entsprechenden Bewilligungsverfahren darlegen.»

David Gloor, Geschäftsführer der Firma Mulitbag, wehrt sich gegen die Kritik der Behörden: «Unsere Kundinnen und Kunden in Liestal haben sich bewusst für dieses Angebot entschieden und sollen frei entscheiden dürfen, was mit ihrem Abfall geschieht.» Und jede Gemeinde vorab um eine Bewilligung zu ersuchen, sei schlicht nicht machbar.

Dieselbe Diskussion wird auch in anderen Regionen der Schweiz geführt. Der Schweizerische Verband Kommunale Infrastruktur (SVKI) hat darum eine Checkliste für die Gemeinden ausgearbeitet. In dieser wird darauf hingewiesen, dass es in der Kompetenz der Gemeinde sei zu entscheiden, ob Angebote von privaten Anbietern zugelassen oder verboten werden. Gleichzeitig stellt der Verband interessierten Gemeinden eine Musterkonzession zur Verfügung, so dass sich der administrative Aufwand in Grenzen hält.

Basel-Stadt hat Bewilligung ausgesprochen

Auch in Basel-Stadt bieten private Entsorger ihre Dienste an. Matthias Nabholz, Leiter des Amts für Umwelt und Energie (AUE), sagt auf Anfrage, bisher hätten drei Firmen um eine Bewilligung ersucht und diese auch erhalten.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wichtig ist, dass diese Firmen den Abfall korrekt entsorgen und nicht irgendwo ins Ausland verschieben. Das Littering-Problem zu lösen ist genau so dringend und sollte mit aller Kraft voran getrieben werden. Es ist eine Schande wie es auf vielen Strassen und Plätzen aussieht, weil viele Menschen, Anstand, Pflichtbewusstsein und Schutz der Natur nicht gelernt haben. Dabei ist alles doch ganz leicht zu lösen, man muss nur wollen..
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