Liestal wehrt sich gegen Vorwürfe von Marktfahrern

Nach happigen Vorwürfen von Marktfahren in Liestal nimmt am Donnerstagabend der Liestaler Stadtrat im Einwohnerrat Stellung. Die zuständige Stadträtin Marion Schafroth (FDP) sagt, die kritisierten Umplatzierungen am letzten Warenmarkt Mitte Oktober seien unumgänglich gewesen.

An einem Marktstand wird Gemüse angeboten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Marktstände seien bloss wegen der Baustelle umplatziert worden. Colourbox

Es waren happige Vorwürfe, die Dieter Binggeli, Präsident des Schweizerischen Marktverbands Sektion Nordwestschweiz, letzte Woche machte. Die Stimmung innerhalb der Liestaler Verwaltung sei markt-unfreundlich, so Binggeli. Am letzten Markttag seien zudem viele Standbetreiber unzufrieden gewesen, weil sie einen schlechteren Standort als bisher erhielten. Nötig waren diese Umplatzierungen wegen einer Baustelle.

Stadträtin Marion Schafroth (FDP) hat ebenfalls von diesem Unmut gehört. Wegen eines Vorstosses im Einwohnerrat nimmt sie am Donnerstagabend im Liestaler Parlament Stellung zu dem Thema. Sie betont, dass die Umplatzierungen unumgänglich gewesen seien. «Es liegt in der Natur der Sache. Wenn man Standbetreiber, die lange Jahre am gleichen Platz waren, umplatzieren muss, ist dies für alle ärgerlich», sagt Schafroth.

Sie bestätigt jedoch gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, dass in der Verwaltung derzeit über die Zukunft des Wochenmarktes in Liestal nachgedacht werde. Nicht ausgeschlossen sei, dass der Markt in Zukunft nur noch zwei- statt wie heute viermal im Jahr stattfindet. Ein Entscheid sei jedoch noch nicht gefallen und eine Halbierung der Markttage käme frühestens 2015.