Zum Inhalt springen

Basel Baselland Macht Basel-Stadt genug gegen häusliche Gewalt?

Bei der Prävention gegen häusliche Gewalt habe Basel einst Schweiz weit eine Vorreiterrolle übernommen. Das sei vorbei, kritisieren linke Grossrätinnen und Grossräte. Sie werfen Sicherheitsdirektor Baschi Dürr vor, das Thema zu vernachlässigen.

Ein Mann droht eine Frau zu schlagen.
Legende: Setzt sich Basel genügend für die Bekämpfung Häuslicher Gewalt ein? (Symbolbild) Colourbox

«Aus Fachkreisen ist bekannt, dass man bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt anstosse», sagt die Grüne Grossrätin Nora Bertschi. Es gehe nicht mehr vorwärts in der Arbeit gegen die Gewalt in den eigenen vier Wänden. Darum reichte eine Gruppe von Grossrätinnen und Grossräten aus SP, Basta und dem Grünen Bündnis gleich sieben Vorstösse ein.

Im Zentrum der Kritik steht der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr. Er stelle sich der Diskussion nicht wirklich und behandle das Thema zweitrangig. Zudem sei die Unterordnung der Fachstelle für die Bekämpfung Häuslicher Gewalt einer allgemeinen Stelle für Gewaltprävention ein Rückschritt, findet Nora Bertschi. «Da müssen irgendwo Abstriche gemacht werden», folgert Bertschi.

Der angeschossene Regierungsrat Baschi Dürr wehrt sich gegen diesen Vorwurf. Ihm sei das Thema wichtig und ausserdem habe die Fachstelle der Bekämpfung von Häuslicher Gewalt nicht weniger Ressourcen zu Gute. Er habe die Stelle reorganisiert, damit sie näher mit der Polizei zusammenarbeiten könne. «Es gibt in der ganzen Schweiz keine andere Fachstelle gegen Häusliche Gewalt, die so nahe und direkt beim Regierungsrat ist», betont Dürr.