Mehr Bienen in Basel bedeuten eher Risiko als Chance

In der Schweiz sterben immer mehr Bienen. Krankheiten und die Varroa-Milbe setzen ihnen zu. Zur Winterzeit sterben auch mehr Bienen als in früheren Jahren. In Basel aber steigt ihre Zahl. Genau dies erweist sich nun aber als Risiko.

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Bildlegende: Bienenzucht ist in der Region Basel im Trend. Keystone

Der Basler Bieneninspektor Hanspeter Schwaiger beobachtet zur Blütezeit immer mehr Bienenvölker. Er weiss auch, dass mehr Imker tätig sind - insgesamt 110 sind beim Verband gemeldet, ausgebildete Imker und Interessierte.

Sorgen machen ihm aber die wilden Imker, die «Trend-Imker», die sich - aufgrund der Medienberichte und Markus Imhoofs Film «More Than Honey» sensibilisiert - für die Bienen einsetzen möchten. Sie würden leider die Bienen eher gefährden, wie Schwaiger im Regionaljournal Basel von Radio SRF 1 sagt.

Weil die wilden Imker nicht im Verband seien, könne man sie nicht informieren, wenn eine Bienenkrankheit ausbreche. Es gebe auch keine Gewähr, dass sie gut ausgebildet seien. Sie würden die Zahl der Bienen unkontrolliert erhöhen. Das erhöhe das Risiko der Ansteckung beim Auftreten von Krankheiten. So würden die wilden Imker paradoxerweise mit ihrem Engagment für die Bienen deren Existenz noch mehr gefährden.