«Mehr Haltung» wünscht Maya Graf von Basels Regierungspräsidenten

Die Grüne Baselbieter Nationalrätin Maya Graf kritisiert ihren städtischen Parteikollegen Guy Morin. Unter seinen Augen hatten chinesische Sicherheitsleute gegen Tibetische Demonstranten hart durchgegriffen. Dies bei der offiziellen Eröffnung des chinesischen Mondfestes in Basel.

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Bildlegende: Für Maya Graf ist das harte Einschreiten beim Tibetprotest unakzeptabel. Keystone

Am vergangenen Sonntag fand in Basel das chinesische Mondfest statt. Mit dabei war auch der Basler Regierungspräsident Guy Morin, der das Fest zusammen mit der chinesischen Botschafterin eröffnete. Während ihrer Ansprache protestierten Mitglieder des Vereins Tibeter Jugend in Europa gegen die chinesische Politik. Gegen diesen Protest gingen die chinesischen Sicherheitskräfte teilweise hart vor - unter den Augen von Guy Morin.

Morin appellierte später sogar an die Adresse der Demonstranten, Rücksicht auf anwesende Kinder zu nehmen. Seine Parteikollegin Maya Graf, Baselbieter Nationalrätin und Vizepräsidentin der parlamentarischen Gruppe Tibet, zeigt sich irritiert über diesen Vorfall: Das harte Durchgreifen der chinesichen Sicherheitsleute sei inakzeptabel, sagt Graf.

Meinungsäusserungsfreiheit hoch halten

Zwar sei es immer schwierig, in einer solchen Situation angemessen zu reagieren und Guy Morin sei als Gastgeber auch für die Sicherheit der chinesischen Botschafterin mitverantwortlich gewesen. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, dass Repräsentanten der Schweiz gerade gegenüber China Haltung zeigen würden. Und Haltung zeigen bedeute auch, dass Vertreter der Schweiz klar machen, dass Meinungsäusserungsfreiheit in der Schweiz ein sehr hohes Gut sei.

Reaktion Guy Morin