Mehr Konzerte und Events in neuer Joggelihalle

Die in die Jahre gekommene St. Jakobshalle muss saniert werden. Am Mittwoch wurde bekannt, wie die Halle dereinst aussehen wird. Saniert wird die Halle von den Basler Architekten Degelo und Berrel Berrel Kräutler. Sie haben den entsprechenden Projektwettbewerb gewonnen.

Künftige St.Jakobshalle

Markant ist vor allem der neue Eingangsbereich der St. Jakobshalle. Das grosse Foyer wird an der Tramstation  gegenüber dem Fussballstadion St. Jakob-Park entstehen. Die Halle rückt näher an die Strasse und erhalte eine «klare Adresse», heisst es im Jurybericht zum Architekturwettbewerb. Weiterhin sichtbar bleibt die Dachkonstruktion. 

Sehr zufrieden mit dem Siegerprojekt ist Thomas Kastl, der neue Leiter der St. Jakobshalle. Sie biete Platz für Veranstaltungen und auch für den Breitensport. Kastl gibt sich zuversichtlich, dass in Zukunft wieder mehr Events wie beispielsweise Konzerte stattfinden. Kastl: «Wir werden in der Liga der 100 besten Eventhallen in Europa mitspielen». Das Hallenstadion Zürich müsse sich auf starke Konkurrenz gefasst machen.

Auch Gérard Jenni, Geschäftsführer des grossen Veranstalters Good News, sieht noch mehr Potential mit der neuen Halle. Ob die St. Jakobshalle jedoch auf Augenhöhe zum Konkurrenten dem Hallenstadion in Zürich mithalten kann, werde sich zeigen, so Jenni. Ein Problem für Basel sei, dass im Hallenstadion mehr Zuschauer Platz haben als in der St. Jakobshalle

Lieber mehr als 9'000 Zuschauer

Auch Thomas Kastl ist nicht glücklich, dass die Halle wie bis anhin für nur rund 9'000 Besucher konzipiert ist. Er hofft jedoch, dass bei der detaillierten Ausarbeitung des Projekts sein Wunsch nach mehr Plätzen einfliessen wird. Möglich wäre eine Erhöhung der Kapazität mit breiteren Fluchtwegen.

Nach einem ersten Augenschein äussern sich auch Veranstalter, welche die Halle benützen, positiv - so auch Patrick Ammann vom wichtigsten Veranstalter, den Swiss Indoors.

Noch offen ist die genaue Höhe der Sanierungskosten sowie die Dauer des Umbaus. Nach Schätzungen dürften diese um 100 Millionen Franken betragen. Frühestens im Jahr 2017 soll die sanierte Halle in Betrieb gehen.