Mehr Tram und Bus für Basel

Die Basler Regierung will das ÖV-Angebot zwischen 2018 und 2021 ausbauen. Davon profitieren die Pendler aus dem Elsass und dem Leimental aber auch Fahrgäste im Kleinbasel. Kaum Ausbaumöglichkeiten gibt es jedoch auf dem Netz der S-Bahn in der Region Basel.

Trams und Bus an der Schifflände Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Basel erhält mehr Tram- und Busverbindungen Juri Weiss

Die Zahl der Arbeitsplätze in Basel-Stadt wird in den nächsten Jahren zunehmen. Deshalb brauche es auch mehr ÖV-Verbindungen in der Stadt und in die Agglomeration, hiess es an einer Medienkonferenz des Basler Bau- und Verkehrsdepartements am Montag. Die Regierung schickt ihre Ausbaupläne für die Jahre 2018 und 2021 am Dienstag in die Vernehmlassung. Parteien und Verbände können sich ab dann dazu äussern.

Unter anderem profitieren Pendlerinnen und Pendler aus dem Leimental von baulichen Veränderungen. Der sogenannte Margarethenstich bringt ab 2020 eine direkte und somit schnellere Verbindung zwischen Binningen und dem Basler Bahnhof SBB.

Mehr Busse im Kleinbasel

Einen neuen direkten Anschluss an den Bahnhof erhält auch das Kleinbasel. Bereits ab Dezember 2016 fährt die Buslinie 42 von der Roche über die Autobahn zum Centralbahnplatz. Und ab Dezember 2018 fährt die neue Linie 46 vom Badischen Bahnhof zur Langen Erlen und weiter zur Dreirosenbrücke.

Kaum Ausbaumöglichkeiten sieht die Regierung indes beim S-Bahn-Netz in der Region. Hier könnten höchstens punktuell Verbesserung gemacht werden. Einen durchgehenden Viertelstunden-Takt auf den wichtigen Linien sei erst nach Eröffnung des S-Bahn-Tunnels unter der Stadt Basel, dem Herzstück, möglich.

Keine Preiserhöhung bei den Parkkarten

Die grösste Veränderung bringt jedoch die Verlängerung der Tramlinie 3 nach St. Louis im Elsass mit sich. Ab Dezember 2017 ist der Bahnhof von St. Louis direkt mit der Basler Innenstadt verbunden. Zudem wird beim Bahnhof eine Park-and-Ride Anlage für rund 750 Pendlerinnen und Pendler aus dem Elsass erstellt. Finanziert wird der Neubau aus dem Basler Pendlerfonds und damit aus den Einnahmen durch die Parkraumbewirtschaftung der Stadt.

Das heisst: Je mehr Pendler-, Besucherparkkarten die Stadt verkauft, desto mehr Geld gibt es für Projekte am Stadtrand, die für eine Verkehrsentlastung der Stadt sorgen sollen. Eine Preiserhöhung der Parkkarten sei derzeit jedoch kein Thema, sagt der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hanspeter Wessels. «Für eine Bilanz oder grössere Korrekturen bei der Parkraumbewirtschaftung ist es noch zu früh», so Wessels.

Erste Korrekturen gab es jedoch schon im Wettsteinquartier, wo aufgrund der vielen Auto-Pendler der Firma Roche das System mit den Besucher-Parkkarten bereits wieder geändert wird.