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Mehr Versorgungssicherheit Baselbieter Gemeinden spannen beim Trinkwasser zusammen

Immer mehr Gemeinden bauen neue Verbindungsleitungen, um in kritischen Situationen genügend sauberes Wasser zu haben.

Wegen der anhaltenden Trockenheit haben gleich mehrere Baselbieter Gemeinden die Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen. In der Gemeinde Hölstein im Waldenburgertal ist die Situation derzeit noch nicht angespannt. Gemeinderat Rolf Tschudin sagt jedoch: «In den nächsten zwei Wochen braucht es schon eine längere Regenphase, sonst müssen auch wir zum Sparen aufrufen.»

Das Problem könnte sich in Hölstein in weiterer Zukunft noch verschärfen. So muss die Gemeinde ab dem Jahr 2030 auf zwei Quellen verzichten. Dies, weil die Schutzzone vergrössert wird. Deshalb plant die Gemeinde Hölstein eine Verbindungsleitung nach Bubendorf. Die Bauarbeiten dazu sollen im nächsten Frühjahr starten. Kostenpunkt: Rund zwei Millionen Franken.

Höhere Wassergebühren als Folge

Solche Verbindungsleitungen sind ganz im Sinn des Kantons, erklärt Adrian Auckenthaler, Leiter Ressort Wasser und Geologie: «In einer Notsituation müssen die betroffenen Gemeinden nur einen Schieber öffnen. Bestehende Verbindungsleitungen sind deshalb praktischer als Notleitungen.»

Die hohen Kosten schrecken Gemeinden jedoch auch ab vor dem Bau einer fixen Verbindungsleitung. Sie haben meist eine Erhöhung der Wassergebühren zur Folge. Eine Massnahme, die bei vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht gut ankommt.

So setzt beispielsweise Eptingen lieber weiterhin auf Autonomie in der Wasserversorgung. Damit ist die Gemeinde bisher gut gefahren. «Die Quellschüttung ist im Moment sogar noch etwas höher als im vergleichbaren Zeitraum vor einem Jahr», sagt Markus Vock, der zuständige Gemeinderat von Eptingen. Allerdings reagiere die Quelle verzögert auf die Trockenheit. Gut möglich also, dass es im Herbst doch noch zu einem Engpass kommt. In diesem Fall habe man immer noch eine zweite Quelle, auf die man zurückgreifen könne, sagt Vock.

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