Mehrere Baselbieter Gemeinden wollen Drohnen verbieten

Der Einwohnerrat Reinach hat im Polizeireglement festgehalten, dass man eine Drohne nur noch tagsüber im eigenen Garten fliegen lassen darf. Nicht weil Drohnen in Reinach ein Problem sind, sondern weil es eines werden könnte. Aesch und Allschwil wollen nachziehen.

Mann mit Fernsteuerung und Drohne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lärmen, nerven und sind ein Sicherheitsrisiko für die Luftfahrt: Drohnen. Keystone

«Drohnen sind in Reinach kein Problem», sagt Klaus Endress. Er ist als Gemeinderat in Reinach für die Sicherheit zuständig. Auf jeden Fall sei das im Moment so. In Zukunft werde das Thema aber sicher wichtiger, vor allem wegen des Persönlichkeitsschutzes und des Lärms.

Vom Gesetz, das der Einwohnerrat Reinach diese Woche beschlossen hat, ist Klaus Endress dennoch nicht begeistert. Die Debatte im Rat sei emotional gewesen. Vor allem ein Ratsmitglied habe Drohszenarien gezeichnet von Drohnen gross wie Rasenmäher. Man müsse akzeptieren, dass eine einzelne Person die anderen mitreissen kann, «bis alle sagen: Ja, das Problem müssen wir lösen. Obwohl es keines ist», sagt Endress.

Allschwil und Aesch ziehen nach

Reinach ist jedoch nicht allein: Auch Aesch und Allschwil sagen auf Anfrage, dass sie ein Drohnenverbot in ihr Polizeireglement aufnehmen möchten. Auch hier bestehe noch kein reales Problem. Man reagiere aber auf die neuen technischen Möglichkeiten. In beiden Gemeinden müssen noch die Gemeindeversammlung, beziehungsweise der Einwohnerrat entscheiden.

Zürich machte Verbot rückgängig

Ein Drohnenverbot im öffentlichen Raum führte auch die Stadt Zürich ein. Nach nur drei Monaten wurde es jedoch wieder gekippt. Man setze lieber auf die Eigenverantwortung und die Gesetzgebung des Bundes. Grosse Flugobjekte über 30 kg seien ohnehin bewilligungspflichtig, heisst es in Zürich.