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Mehrere Demos in Basel Polizei trennt Rechte und Linke auf dem Messeplatz

Legende: Audio Rechts-Links-Konfrontation bei der Messe abspielen. Laufzeit 04:53 Minuten.
04:53 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 24.11.2018.
  • Auf dem Messeplatz haben sich am frühen Mittag rund 30 Rechtsextreme zu einer bewilligten Kundgebung gegen den UNO-Migrationspakt getroffen.
  • Aufgerufen dazu hatte die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos). Einem Aufruf der extremen Linken zu einer Gegendemonstration folgten hunderte auch politisch gemässigte Personen.
  • Die Polizei schob einen Riegel durch die beiden Lager. Es kam zu vereinzelten Zwischenfällen und Gummischrot-Einsatz.
  • Auf dem Theaterplatz demonstrierten gleichzeitig hunderte Novartis-Mitarbeitende gegen den geplanten Stellenabbau.
Legende: Video Grosses Polizeiaufgebot wegen Kundgebung in Basel abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.11.2018.

Linksextreme Kreise hatten im Internet dazu aufgerufen, sich ebenfalls auf dem Messeplatz zu versammeln. Sie wollten damit die Kundgebung der rechtsextremen Bewegungen verhindern. Für diese Aktion ging bei den Behörden kein Gesuch ein.

Die Polizei schob sich zwischen die beiden Lager und bildete einen Schutzring um die Pnos-Versammlung. Es kam zu einzelnen Zusammenstössen mit der Polizei, die Gummischrot einsetzte. Später zog die Demonstration durch das Quartier und löste sich etwa um 17 Uhr auf.

Grosses Polizeiaufgebot

Die Polizei war in der ganzen Stadt präsent. Überwacht wurde auch der Badische Bahnhof, da mit der Anreise von Rechtsextremen aus Deutschland gerechnet werden musste. Aufgeboten waren gemäss Sicherheitsdepartement Basel-Stadt auch Einsatzkräfte aus mehreren anderen Kantonen.

Wenn Rechtsextreme demonstrieren, müssen alle zusammen stehen.
Autor: Luca UrgesePräsident FDP Basel-Stadt

An einer bewilligten Gegenkundgebung unter dem Motto «Basel bleibt bunt» nahmen am späteren Nachmittag in der Dreirosenanlage – rund einen Kilometer vom Messeplatz entfernt – etwa 1000 Personen Teil.

In dieser Stadt ist kein Platz für Rassismus und Faschismus.
Autor: Pascal PfisterPräsident SP Basel-Stadt

Zu dieser Demonstration hatten praktisch alle Parteien der beiden Basel - mit Ausnahme der SVP - aufgerufen. Wenn Rechtsextreme demonstrieren, müssten alle zusammenstehen, inklusive Bürgerliche, sagt FDP-Kantonalpräsident Luca Urgese gegenüber Radio SRF. Und für SP-Präsident Pascal Pfister ist es wichtig zu zeigen, «dass in dieser Stadt kein Platz ist für Rassismus und Faschismus.»

Nach Angaben der Polizei wurden während der Kundgebungen «zwei Personen vorläufig festgenommen». Die Sanität der Rettung Basel-Stadt habe «zwei verletzte Personen zur Abklärung ins Spital gebracht». Insgesamt habe es «während des Nachmittags knapp zweihundert Personenkontrollen» gegeben.

Protest auch gegen Novartis-Stellenabbau

Gegen einen geplanten Stellenabbau bei Novartis wollten im Weiteren Mitarbeitende des Basler Pharmakonzerns zusammen mit Gewerkschaften auf dem Theaterplatz protestieren. Nach Angabe der Gewerkschaften folgten dem Aufruf etwa 800 Personen. Novartis hatte im September angekündigt, in der Schweiz in den kommenden vier Jahren mehr als 2000 Stellen zu streichen.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Holzer (Peter Holzer)
    Wenn also Vereinigungen wie die PNOS bewilligt in einem Saubannerzug durch die Stadt marschieren und anständige Bürger (auch wenn es eine Handvoll linksextreme darunter hatte) zeigen wollen, dass auch sie eine Meinung haben, dann sind diese zu verurteilen? Die PNOS ist kein Verein von harmlosen freundlichen jungen Zeitgenossen und wer diese trotz Kentniss nicht verurteilt, ist sich bewusst, was und wenn er unterstützt!?
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  • Kommentar von Stefano Simeone (SteSi)
    Man kann für oder gegen den Pakt sein. Man kann seine Meinung auch öffentlich kundgeben. Was jedoch diese "Gegendemo" bekämpft, ist nicht das "Nein" gegen den Pakt, sondern die Menschen, die dazu nein sagen. Die Gegendemo versucht damit, im Namen von Demokratie und Nächstenliebe die Meinungsäusserung Andersdenkender zu untergraben. Mit diesem Verhalten sind diese Linken, welche es auf Menschen, statt auf Meinungen abgesehen haben, keinen Deut besser als diejenige, welche sie verabscheuen.
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    1. Antwort von Peter Holzer (Peter Holzer)
      Herr Simeone - Im Grundsatz bin ich zwar ihrer Meinung, aber die PNOS ist leider nicht ein Ansammlung von Menschen die demokratische Werte vertritt. Wann und Wo auch immer die äussersten Ränder eines politischen Spektrums aufmarschieren um ihre Ideologien zu verbreiten, werden auch die Gegner auf den Plan gerufen.
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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Viele rauchen hier ihre Joints - einer neben mir sogar einen riesig grossen. Nach OBV hagelts beim Jointrauchen eine Busse von CHF 100. Und was machen die weit über 200 Polizisten an der Rosental-/Mattenstrasse? Nicht mal einer ist fähig, eine Busse zu verteilen. Wie blöd sind die denn alle?
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    1. Antwort von Alfons Bauer (frustriert)
      Weiter unten behauptet Ruedi Hammer, dass die Polizei zuerst angefangen hat, nun nörgelt er, dass sie sich bei einer aggressiven Demo nicht um eine Lapalie wie Joint rauchen kümmern.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Herr Hammer, die Polizei hatte wohl l anderes zu tun, als noch Joint Raucher zu bestrafen. Auch wenn es nicht richtig war.
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