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Legende: Audio MCH-Finanzchef Beat Zwahlen im Interview zu den Halbjahreszahlen abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 03.09.2019.
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Messe Schweiz Eine Million Verlust im ersten Halbjahr

Schuld ist die schwache Baselworld. Dafür sinken die Ausgaben und es gibt keinen Abschreiber auf die Halle.

Die Messebetreiberin MCH Group schreibt nach zwei äusserst schwierigen Jahren auch in der ersten Jahreshälfte 2019 rote Zahlen. Die vor einem Jahr eingeleitete Restrukturierung belastet den Halbjahresabschluss. Immerhin fallen keine weiteren Wertberichtigungen auf den Messegebäuden an.
Die MCH Group weist für die Monate Januar bis Juni unter dem Strich ein Minus von einer Million Franken aus, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hiess. Damit habe man aber gerechnet, sagt Beat Zwahlen, Finanzchef der MCH Gruppe. Im Vorjahr konnte man noch einen Gewinn von 21,5 Millionen präsentieren. Der operative Gewinn ging stark zurück, von zuvor 25,7 Millionen auf 3,1 Millionen Franken.

Umsatz geht zurück

Einen einschneidenden Rückgang verzeichnete die Messebetreiberin auch beim Umsatz: Der Ertrag fiel um 24 Prozent auf 272,1 Millionen Franken. Dem stand ein zum Vorjahr ebenfalls tieferer Betriebsaufwand von 252,7 Millionen gegenüber. 2018 waren es noch 303,2 Millionen Franken.
Der Ertragsrückgang sei vor allem auf den schwächeren Messezyklus zurückzuführen. In diesem Jahr fand beispielsweise die Baumesse «Swissbau» nicht statt.

Mit Umbau auf Kurs

Auf den Ergebnissen lastet derweil der im vergangenen Sommer eingeleitete Umbau. Dieser sei in der ersten Hälfte 2019 stark vorangetrieben worden und sollte Ende des Jahres zu einem Abschluss kommen, schreibt die MCH. Erste positive Effekte aus der Restrukturierung seien aber bereits heute zu sehen. Details dazu will man am 19. September präsentieren. Die Restrukturierung betrifft auch das Personal. Im Januar 2019 hatte die Messe angekündigt, dass man 35 Stellen streichen werde. Ob noch weitere Stellen abgebaut werden, sei noch unklar, sagt Finanzchef Beat Zwahlen: «Zu einem Hammer wird es nicht kommen, ich kann aber nicht ausschliessen, dass es noch zu weiteren Massnahmen kommt.»

Erneut Verluste erwartet

Im Gesamtjahr 2019 rechnet die von Restrukturierungskosten belastete MCH Gruppe sowohl im operativen Ergebnis als auch unter dem Strich mit roten Zahlen. Immerhin würden die Erträge des zweiten Halbjahres dank der Durchführung der Zweijahresmesse «Igeho» und den Dreijahresmessen «Ilmac» und «Holz» über jenen aus dem Vorjahr liegen und die Sparmassnahmen sich kostendämpfend auswirken, hiess es.
Ohne Sonderaufwendungen sei dennoch mit einem operativen Verlust in der Grössenordnung des vergangenen Jahres zu rechnen. Die Kosten für den Umbau liessen sich derzeit noch nicht genau beziffern. Von weiteren Wertberichtigungen auf den Messegebäuden sei dagegen nicht auszugehen. Daher werde das Konzernergebnis deutlich besser ausfallen als in den beiden letzten Jahren.

Abschied aus Indien

In Indien verkauft die Gruppe derweil ihre Anteile an der Art Fair. Die 65-prozentige Beteiligung an der Seventh Plane Networks Private Limited in Neu Delhi übernimmt Angus Montgomery mit Sitz in Hong Kong.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Nachtrag: die erwähnten 6 Messen kommen alle aus der Amtszeit von Frédéric Walthard. Aus den Amtszeiten von Lévy, Wyss, Böhni und Kamm gibt es keine aktuellen Messen. René Kamm blähte das Unternehmen durch Zukäufe (u.a. Messe Zürich, Expomobilia, mc2 und die zwischenzeitlich wieder abgestossene Winkler Veranstaltungstechnik) auf.
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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Tolle Hallen,geiles Design.Leider unbrauchbar für
    schwere Maschinen,einst die Highlights der Messen.
    Kein schlauer Kran,dafür Stapler,deren Miete prohibitiv
    wirken,und bei der Messe gemietet werden müssen.
    Eigene Stapler,ausser Palettrollis,dürfen die Hallen nicht befahren.
    Eine weitere Abzocke der Messe Basel.
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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Es ist schön, wenn die MCH-Gruppe dank „Igeho“, „Ilmac“ und „Holz“ auf ein positives 2. Semester Ausblick halten kann. Aber zusammen mit „Swissbau“, „Baselworld“ und „Art“ sind das alles „Messe-Dinosaurier“! Wo bitte sind die innovativen Zukunftsmessen?
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