Migros zieht sich aus Deutschland zurück

Migros schliesst ihre Läden in Lörrach, Freiburg, Ludwigsburg und Ludwighafen. Per 1. Oktober werden die Läden an den deutschen Detailhändler Rewe verkauft. 220 der 295 Angestellten sollen ihre Arbeit behalten können, für die anderen 75 soll es einen Sozialplan geben.

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Bildlegende: Migros zieht sich aus Deutschland zurück Keystone

Es seien strategische Ueberlegungen, die zu diesem Schritt geführt hätten, schreibt die Migros als Begründung für den Verkauf. Bekannt war, dass die vier Filialen in Deutschland nicht gut liefen. An der diesjährigen Bilanz-Medienkonferenz der Migros wurde für das Deutschland-Geschäft für 2012 ein Rückgang des Reingewinnes um knapp acht Prozent kommuniziert.

Es soll einen Sozialplan geben

Die überwiegende Mehrheit der Angestellten von Migros Deutschland, nämlich 220 von 295, werden von Rewe übernommen. Für die restlichen 75 Arbeitnehmer soll es einen Sozialplan geben, teilt Migros mit. Dies betrifft vor allem die Angestellten zweier Tochtergesellschaften in Lörrach und Freiburg, die per 1. Oktober ganz geschlossen werden.

Das Deutschland-Engagement der Migros hatte 1995 mit der Eröffnung einer Filiale in Lörrach spektakulär begonnen. Später beteiligte sich auch Migros Schweiz mit einer Minderheits-Beteiligung von 49 Prozent an diesem Engagement.

Kein Teilverkauf möglich

Die Filialen Lörrach und Freiburg waren besser unterwegs als die zwei weiteren Filialen in Ludwigsburg und Ludwigshafen. Ein Teilverkauf sei aber nicht in Frage gekommen, sagt Dieter Wullschleger, Leiter Kommunikation Migros Basel, zum «Regionaljournal Basel» von Schweizer Radio SRF: «Die Käuferseite wollte alle Läden oder keinen».

kohd