Millionen Käfer im Spenglerpark in Münchenstein

Das Naturhistorische Museum Basel wird saniert. Aus diesem Grund mussten die Verantwortlichen für dreieinhalb Millionen Objekte, darunter Insekten- und Käfersammlungen, ein temporäres Zuhause finden. Im Spenglerpark Münchenstein wurden einwandfreie Bedingungen geschaffen.

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Bildlegende: Käfersammlung findet temporäres Zuhause im Spenglerpark in Münchenstein. zVg

Die Zügelaktion der rund dreieinhalb Millionen Objekte dauert insgesamt drei Monate. In dieser Zeitspanne werden Kästen voller Käfer, Schmetterlinge oder Flöhe vom Naturhistorischen Museum Basel in den Spenglerpark in Münchenstein gezügelt. Dort würden die Objekte unter geeigneten klimatischen Bedingungen gelagert, sagt Eva Sprecher, wissenschaftliche Mitarbeiterin Biowissenschaften.

Immobilien Basel-Stadt hat im Spenglerpark eine Fläche von 2700qm gemietet. Die Räume wurden den Bedürfnissen und archivarischen Auflagen des Museums entsprechend angepasst.

Dort bleiben nun die Objekte des Naturhistorischen Museum mindestens zehn Jahre gelagert. So lange nämlich, bis der geplante Neubau des Museums beim Bahnhof St.Johann fertiggestellt ist.

In der Zwischenzeit müssen Interessierte, welche mit der Forschungssammlung arbeiten wollen oder sich die berühmte Käfersammlung Frey ansehen möchten, nach Münchenstein bemühen. Dies sei kein Problem, meinte der Museumsdirektor Professor Christian A. Meyer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF 1. Die Objekte gehörten zur Forschungssammlung. Die eigenen und externen Forscher finden im Spenglerpark in Münchenstein optimale Arbeitsbedingungen in gut eingerichteten Büros.

Die Zügelaktion und das Zwischenlager für einen grossen Teil der Sammlung wurden nötig, weil der Berribau saniert wurde. Um dort weiterhin Ausstellungen durchführen zu können, musste für die Ausstellungsräume eine moderne Haustechnik installiert werden. Diese nimmt viel Platz ein, so dass eben ein grosser Teil der Sammlung ausgelagert werden muss. Sobald der Neubau beim Bahnhof St. Johann fertig gebaut ist, wird die ganze Sammlung dort untergebracht.

Für die öffentliche Ausstellung bleibt das Hauptgebäude des Naturhistorischen Museum an der Augustinergasse weiterhin offen.