«Mit dem neuen Rheinuferweg hat sich der Novartis-Deal gelohnt»

Ralph Lewin hat 2005 als Regierungsrat mit Novartis das Projekt «Campus-Plus» ausgehandelt. Das Pharmaunternehmen beteiligte sich mit 100 Millionen Franken an der Verlegung des Hafens St. Johann und an der Gestaltung eines neuen Rheinuferweges. Lewin kontert Kritiker und verteidigt den Deal.

Am Wochenende wird der neue Rheinuferweg vom Basler St. Johann-Quartier nach Huningen (F) eröffnet. Er führt unmittelbar am Novartis-Campus vorbei. Möglich wurde er erst durch einen Deal, den der Kanton Basel-Stadt 2005 mit dem Pharmaunternehmen abgeschlossen hatte. Linke Kreise kritisieren bis heute den Deal als «Kniefall» vor der Pharmaindustrie.

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Novartis-Deal

2005 verkaufte die Stadt Basel einen Teil der Hüninger-Strasse an Novartis, damit diese ihre Campus-Idee ganz umsetzten konnte. Gleichzeitig beteiligte sich Novartis mit 100 Millionen Franken an der Auflösung des Hafens St. Johann und am Bau des neuen Rheinuferweges.

Ralph Lewin spricht im Interview mit dem SRF-Regionaljournal Basel im Gegenteil von einer Win-Win-Situation. Lewin: «Novartis hatte sich damals verpflichtet die Konzernaktivitäten in Basel auszubauen, mehr Arbeitsstellen zu schaffen und den Steuerertrag zu erhöhen. Ich meine, alles wurde erreicht.»

Alt-Regierungsrat Lewin freut sich auf den neuen Rheinuferweg: «Ich finde es super, dass man nun eine Dreiländer-Tour machen kann.»

Verständnis zeigt er für jene Kritiker, die den abgeschlossenen Novartis Campus als «verbotene Stadt» erleben. «Ich kann die Kritik nachvollziehen. Ich hätte es auch geschätzt, wenn Novartis ihr Gelände für alle zugänglich gemacht hätte. Aber ich verstehe auch die Bedürfnisse von Novartis, nicht jedes Gebäude einzeln sichern zu wollen. Aber vielleicht ist es auch nicht für die Ewigkeit und es gibt einmal eine Öffnung.»