Mit Spürhunden gegen gemeinen Eindringling aus Asien

Der Asiatische Laubbockkäfer (ALB) ist ein besonders aggressiver und gefährlicher Käfer. Er verbreitet sich rasant schnell und ist für befallene Bäume das Todesurteil. Eingeschleppt wird der Käfer in Holzverpackungen aus Asien.

Hund schnuppert an Holz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Spürhund Lara beschnuppert einzelne Holzteile. zvg

Der Birsfelder Hardwald ist wegen seiner Nähe zum Rheinhafen speziell gefährdet. Im Rheinhafen lagern Steinimporteure ihre Ware aus China. Die Holzverpackungen, in welchen die Steine in die Schweiz kommen, können Larven enthalten. Dies, weil die Verpackungen in China oft nicht ordnungsgemäss behandelt werden.

Gefährlicher Zeitgenosse

Die beiden Basel versuchen sich mit speziellen Kontrollmassnahmen vor dem Laubbockkäfer zu schützen. Bisher wurde noch nie ein ausgewachsener Käfer gesichtet. Die Larven können jedoch zwei bis drei Jahre in einem Baumstamm überleben.

Weil die Larven kaum sichtbar sind und weil im Wald keine Giftstoffe gespritzt werden dürfen, ist die Suche nach den Larven sehr aufwändig. Unterstützung erhalten die Pflanzenschützer und Förster von Lara. Der Spürhund kann mit seiner feinen Nase die Späne der Larven erschnüffeln und zeigt so Gefahrenherde auf.

Sensibilisierung

Neben den Kontrollmassnahmen setzen die beiden Basel auch eine Informationskampagne um. Sie versuchen die Leute dafür zu sensibilisieren, dass Steinimporte aus Asien ein Risiko bergen. In den vergangenen 12 Monaten kosteten die Käfer-Schutz-Massnahmen den Kanton Baselland 50'000 Franken. Insgesamt sind mit Kosten bis zu einer halben Million zu rechnen.