Monica Gschwind will in die Baselbieter Regierung

Die Freisinnige ist die gemeinsame bürgerliche Sprengkandidatin. Sie soll für die Bürgerlichen einen vierten Sitz in der Baselbieter Regierung holen. Darauf haben sich die Parteipräsidenten von FDP, CVP und SVP geeinigt. In der SVP stösst der Entscheid aber bereits auf Kritik.

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Bildlegende: FDP-Landrätin Monica Gschwind. zVg

Die Baselbieter Bürgerlichen wollen bei den Wahlen im kommenden Februar den vor vier Jahren verlorenen Sitz in der Baselbieter Regierung zurückerobern. Seit Freitagabend steht fest: Die gemeinsame Sprengkandidatin ist Monica Gschwind. Auf sie haben sich die Parteipräsidenten von FDP, CVP und SVP geeinigt. Monica Gschwind soll gemeinsam antreten mit den bisherigen Regierungsräten Sabine Pegoraro (FDP), Anton Lauber (CVP) und Thomas Weber (SVP).

Die 51-jährige Treuhänderin ist Gemeindepräsidentin von Hölstein und sitzt seit 2010 im Landrat. In einer Medienmitteilung schreiben die bürgerlichen Parteipräsidenten: Monica Gschwind habe von allen valablen Kandidaten «die besten Wahlchancen». Ausserdem habe sie eine «hohe fachliche und politische Kompetenz». Monica Gschwind selber will derzeit keine Interviews geben. Der Grund: Ihre Kandidatur muss noch von der Parteibasis aller drei bürgerlichen Parteien abgesegnet werden.

Und dabei dürfe es tatsächlich noch zu Diskussionen kommen. Vor allem in der SVP. Die mit Abstand grösste bürgerliche Partei hätte selber gerne die gemeinsame bürgerliche Sprengkandidatin gestellt. SVP-Präsident Oskar Kämpfer konnte sich jedoch nicht durchsetzen gegen die Parteipräsidenten von CVP und FDP. Den Ausschlag gab CVP-Präsident Marc Scherrer, der für eine FDP-Kandidatur votierte.

Enttäuschung in der SVP

Dass die CVP gegen eine SVP-Kandidatur entschied, das sorgt in der SVP für Enttäuschung. Zum Beispiel bei SVP-Landrätin Caroline Mall, die gerne selber für den Regierungsrat kandidiert hätte. «Für uns ist das kein guter Deal», sagt sie gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Die SVP hätte genauso valable und wählbare Kandidaturen gehabt wie die FDP. Zudem dürfe die FDP im kommenden Jahr bereits die gemeinsame bürgerliche Ständeratskandidatur stellen - daher hätte man bei den Regierungsratswahlen die SVP berücksichtigen sollen.

SVP-Präsident Oskar Kämpfer zeigt sich dagegen diplomatisch. Die drei bürgerlichen Parteienpräsidenten hätten vor einigen Monaten beschlossen, dass man sich auf eine gemeinsame Kandidatur einige. «Wir haben immer gesagt, dass wir einen Mehrheitsentscheid treffen. Und daher trage ich den jetzigen Entscheid voll mit.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)