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Nach Grossbrand im Rheinhafen Basler Behörden geben Entwarnung

Legende: Video Hunderte Tonnen alter Bahnschwellen in Flammen abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus SRF News vom 27.07.2018.
  • Beim Dreiländereck sind am frühen Nachmittag Hunderte Tonnen Bahnschwellen und Schrott in Brand geraten.
  • Weshalb das Feuer auf dem Gelände eines Logistikunternehmens ausgebrochen ist, ist noch unklar.
  • Die Behörden-Anweisung, sich nicht im Freien aufzuhalten, ist kurz vor 19 Uhr zurückgezogen worden.

Der Brand am Westquai war kurz nach 14 Uhr ausgebrochen. Die gewaltige schwarze Rauchsäule war weitherum zu sehen, der Brandgeruch während Stunden in weiten Teilen der Stadt wahrnehmbar.

Am Westquai sind diverse Firmen sowie ein Containerterminal angesiedelt; am Dreiländereck liegt zudem eine beliebte Bar. Wer in der Nähe arbeitete sowie die Bargänger wurden sicherheitshalber weggeführt. Die Bevölkerung sei jedoch nie gefährdet gewesen, sagt René Gsell von der Staatsanwaltschaft Basel. «Die Messungen der Industriefeuerwehr Regio Basel haben gezeigt, dass die Werte weit tiefer sind, als dass eine Gefahr bestünde».

Legende: Video Behördensprecher René Gsell: «Messwerte weit unter gefährlichem Niveau» abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

Die Feuerwehr setzte stundenlang Wasser ein, um das Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Einen Steinwurf vom Brandort entfernt stehen zwei Silos, wo unter anderem Getreide gelagert wird. Auch dank dem Einsatz des Löschbootes «Christophorus» sowie der Unterstützung durch die Feuerwehr Weil am Rhein wurde der Brand jedoch unter Kontrolle gebracht.

Schon früher Kritik am abgebrannten Schwellenlager

Vor Jahresfrist hatte die Basler Tageswoche Kritik von Nachbarn am nun abgebrannten Schwellenlager publik gemacht. Im Fokus standen dabei nicht nur die belasteten Schwellen an sich, sondern der staubige Umgang damit.

Alte Holz-Bahnschwellen waren früher unter anderem als Garten-Einfriedung beliebt. Seit 2001 darf man in der Schweiz solche Schwellen mit einer lange üblichen Teeröl-Imprägnierung wegen teils krebserregenden Schadstoffen nicht mehr im Siedlungsgebiet verbauen. Sie sind in einer Kehrrichtverbrennungsanlage oder einem Zementwerk zu verbrennen.

Gemäss früheren Angaben des Bundes verwenden die SBB seit 1998 nur noch Holzschwellen mit einer weniger belastenden Imprägnierung. Alte Schwellen fallen indes bei Umbauten nach wie vor an. Die Lebensdauer von Holzschwellen wird auf rund 25 Jahre geschätzt, womit bis etwa 2023 noch alte giftige Schwellen im Umlauf seien.

Karte
Legende: Die alten Bahnschwellen lagen nahe des Dreiländerecks unter freiem Himmel am Westquai des Basler Rheinhafens. SRF

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Und wir sollen nicht in den Urlaub fliegen wegen CO2. Solche Bilder machen individuellen Einsatz für die Umwelt nicht leichter. Es braucht leider einfach strenge Regeln und gute Überwachung.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Soeben in der Zeitung gelesen:Ein Bagger wird ausser Betrieb genommen,wenige Meter neben dem Brandplatz,wegen fehlendem Partikelfilter.Carbolgeschwängerte,brennende Bahnschwellen sind kein Gesundheitsrisiko,ein fehlender Partikelfilter stellt Lebensgefahr dar?
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Das ist gezielte Ablenkung und Verharmlosung der wirklich giftigen Umstände vor Ort.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Man liest hier nur des Volkes Zorn - der am nächsten Tag schon wieder mit einem anderen gefährlichen Ereignis ( Schmelzwasser des Gletschersee Favergessee läuft aus ) überdeckt und verdrängt wird - die Verantwortlichen wissen von Nichts und waschen wie immer ihre faulen Hände in Unschuld, keine Gefahr - alles nicht so schlimm, wird es von Sprechern verharmlost, den Schaden bezahlt der Bürger . Wenn ein Einzelner so etwas fahrlässiges verursacht - harte Bussen und Schadenersatz.
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