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Legende: Audio Grosser Andrang bei Party in alter Warteck Brauerei abspielen. Laufzeit 03:51 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 15.04.2019.
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Nachtleben in Basel Parties für 16-Jährige werden überrannt

Hunderte Jugendliche warteten kürzlich vor dem Club «Sud» im Kleinbasel und sorgten für Lärm und Littering im Quartier.

Am ersten Aprilwochenende fand im Basler Club «Sud» im Wettsteinquartier eine Party für Jugendliche ab 16 Jahren statt. Die Veranstalter wurden von Jugendlichen überrannt, es kamen deutlich mehr, als im Club Platz vorhanden war. Die Folge: Viele Jugendliche tummelten sich auf den Strassen im Wettsteinquartier und hinterliessen Abfall.

Das «Sud» wird vom Basler Gastronomieunternehmen Rhyschänzli betrieben. Die Verantwortlichen verschickten nach der Party einen Brief an die Anwohnerinnen und Anwohner. Sie entschuldigten sich für den Lärm und gelobten Besserung. Auf diesen Brief habe man viele Rückmeldungen erhalten, auch positive, sagt Hèrmes Beurret von der Rhyschänzli-Gruppe: «Wir erhielten handgeschriebene Briefe, Emails und Telefonanrufe. Mehrere Leute sagten, wir sollen zwar auf den Lärm und das Littering achten, allerdings den Jugendlichen auch weiterhin eine Plattform bieten.»

Zielgruppe Ü16 wenig lukrativ

Die Veranstalter, eine Gruppe junger Erwachsener mit dem Namen «SBN-Crew», organisieren immer wieder Parties für Jugendliche an unterschiedlichen Orten in der Stadt. Tom Wieger, einer der Organisatoren, sagt: «Viele Clubs sagen uns direkt ab, wenn wir eine Party für Jugendliche ab 16 Jahren veranstalten möchten.»

Die Gründe, die genannt werden: Teenager würden häufig nur sehr wenig an der Bar konsumieren und vor dem Club Lärm machen. Für die Clubs sei diese Zielgruppe darum wenig attraktiv. Gleichzeitig zeige der grosse Andrang, dass ein grosses Bedürfnis für Parties in diesem Segment vorhanden sei.

Das Beispiel im Wettsteinquartier zeigt, dass es mehr Angebote für Jugendliche braucht.
Autor: Jo VergeatGeschäftsleiterin Komitee «Kulturstadt Jetzt»

Beim Komitee «Kulturstadt Jetzt», das sich für ein aktives Nachtleben in Basel einsetzt, kennt man das Problem. Immer wieder zeige sich, dass es im Basler Nachtleben nur wenige Angebote für Teenager gebe. Geschäftsleiterin des Komittees und Grossrätin für das Grüne Bündnis, Jo Vergeat, sagt: «Am besten würden neue Angebote gemeinsam mit den Clubbetreiberinnen und -betreibern geschaffen. Dabei kann darauf geachtet werden, dass es vor den Clubs ruhig bleibt.»

Im Sommer weniger Parties

Die Veranstalter der Gruppe «SBN-Crew» organisieren in den nächsten Monaten keine Parties. Im Sommer würden Jugendliche ihre Abende lieber am Rhein verbringen. Für den Herbst sei man bereits in Gesprächen, um noch grössere Parties zu veranstalten. Dann allerdings wahrscheinlich nicht mehr im «Sud» sondern einer anderen Lokalität.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Können nicht die klimaschützenden Jugendlichen den Partyjugendlichen erklären, dass sie lieber nach hause gehensollten als umweltbelastende Partys zu machen die immer grösser werden sollen?
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Und dann fragen sich die Eltern was sie falsch gemacht haben. So muss man sich nicht fragen warum so viele Jungen Leute in der Schule oder im Erwerbsleben den Tritt nicht finden. Zu wenig Schlaf, zu viel Aktion. Liebe Eltern, führt Eure Kinder fürs Leben und seit Vorbilder. Setzt Grenzen auch wenn es nicht immer angenehm ist. Später werden die Kinder "Danke" sagen.
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