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Verhafteter Kurde «Natürlich hatte ich Angst, als ich ins Gefängnis kam»

Einer der drei Basler Kurden, die in der Türkei verhaftet worden sind und ins Gefängnis kamen, ist wieder in der Schweiz. Mehmet Sali Çoskun erzählt, was vorgefallen ist und was er erlebt hat.

Mehmet Sali Coskun
Legende: Zehn Tage war Mehmet Sali Çoskun im Gefängnis in der Türkei. Jetzt ist er wieder zurück in Basel. SRF, Philipp Schrämmli

Eigentlich wollte Mehmet Sali Coskun, der in Basel mit seiner Frau Elif ein Restaurant führt, nur seine Familie besuchen. Doch daraus wurde nichts. Denn am Flughafen wartete die Polizei auf ihn.

Mitten in der Nacht geweckt und verlegt

«Natürlich hatte ich Angst, als ich ins Gefängnis gesteckt wurde», sagt Çoskun. Schliesslich sei ihm nie gesagt worden, was man ihm vorwerfe und wie lange man ihn festhalten wolle. Einmal sei er Mitten in der Nacht geweckt und verlegt worden, nur um ihn einer medizinischen Kontrolle zu unterziehen. Solche Erlebnisse seien eine starke psychische Belastung, weil man nie wisse, was als Nächstes passiere. Er habe auch nicht gewusst, ob er überhaupt je wieder frei komme.

Vorgehalten habe ihm die Polizei einen Vorfall von 2011. Damals habe er sich kritisch über die Regierung von Präsident Erdogan geäussert, sei verhaftet und für zwei Jahre ins Gefängnis gesteckt worden. Çoskun ging allerdings davon aus, dass dieser Vorfall abgehakt sei. Schliesslich habe er nach seiner Entlassung noch zwei Jahre in der Türkei gelebt. Und auch seit er 2015 zu seiner Frau gezogen ist, welche schon seit 25 Jahren in der Schweiz lebt, sei er ein paar mal in die Türkei gereist. Probleme habe es dabei nie gegeben.

Mehmet Sali Çoskun war schon in der Türkei politisch aktiv. Seit 25 Jahren setzt er sich für die kurdische Minderheit im Land ein. Trotzdem habe er nicht damit gerechnet, dass er jetzt wieder verhaftet werden könnte. Einschüchtern lassen will er sich aber nicht. Im Gegenteil werde sich jetzt noch stärker für Frieden und Demokratie einsetzen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hakan Karcı (Hakan)
    Rolf Bolliger: Er war 25 Jahre in der Türkei politisch aktiv. Er kam 2015 in die CH, nachdem er seine Frau geheiratet hat, die selbst schon seit über 25 Jahren in der CH lebte. Sie durfte bereits noch bevor er kam Steuern und Abgaben zahlen. Und er erst seit zwei Jahren. Er hat nicht die CH Bürgerschaft erhalten und ist mit seinen Wurzeln in seiner Heimat verankert. Was gibt es daran auszusetzen, solange er hier sich nichts zu Schulden kommen lässt?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Seine Frau sei bereits 25 Jahre lang in der Schweiz gewesen, als er 2015 auch in die Schweiz, zu seiner Frau kam! Er setze sich seit 25 Jahren politisch stark ein, für die kurdische Minderheit! Wer solche Fakten zu lesen bekommt, setzt sofort viele Fragezeichen! Entweder lebt man hier oder dann steht man in der Heimat für seine Landsleute (Minderheit) ein! Da kommt man sich als 77-jährigen Gruft einfach immer mehr als "Chorbube" vor: 50 Jahre arbeiten, pünktlich Steuern u. viele Abgaben zahlen!
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