Neat-Tunnel bringt Basel den Süden nicht viel näher

Am 1. Juni ist es soweit: der längste Eisenbahn-Tunnel der Welt, der Gotthard-Basistunnel, wird feierlich eröffnet. Spürbar wird das Jahrhundertwerk aber erst mit dem Fahrplan-Wechsel im Winter. Für die Region Basel ist allerdings schon klar: ihr bringt der neue Tunnel nur marginale Verbesserungen.

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Bildlegende: Die Bahnfahrt ins Tessin wird zwar aus Basel kürzer, aber nicht sehr viel. Keystone

«Ein Jahrhundertwerk» - Fachleute sind sich darüber einig: der neue Gotthard-Basistunnel, der längste Eisenbahntunnel der Welt, ist eine bahnbrechende Sache.

Das bestreitet auch Willi Rehmann, Präsident der Nordwestschweizer Sektion der Vereinigung Pro Bahn, nicht, im Gegenteil: «Vor allem aus Sicht des Güterverkehrs ist das eine tolle Sache, auf die wir stolz sein dürfen.» Für die Bahnkunden aus der Region Basel, fügt Rehmann allerdings auch gleich hinzu, bringe der neue Tunnel aber eher wenig. Die Reisezeit von Basel nach Lugano verkürzt sich zwar ab Dezember, jedoch nicht allzu markant.

Mailand rückt Basel auch mit dem neuen Tunnel nicht näher

Und vor allem: die attraktive Destination Mailand, so sagt Rehmann weiter, ist auch weiterhin schneller über die Lötschberg-Route und nicht über das Tessin zu erreichen: «Da haben Bahnkunden aus der Region Zürich einfach die Nase vorn, das ist und das bleibt auch weiterhin so.»

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)