Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Audio Negro Rhygass abspielen. Laufzeit 04:36 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 11.03.2019.
Inhalt

Negro Rhygass Die erste Fasnacht nach dem «Shitstorm»

Die Kleinbasler Gugge «Negro Rhygass» will an der Fasnacht endlich die heftige Rassismus-Debatte um ihr Logo hinter sich lassen.

«Es war eine sehr schwere Zeit für uns als Verein», sagt Niggi Schmieder, Obmann der «Negro Rhygass». Er meint damit die Monate seit dem letzten Sommer. Damals kritisierte ein Student das Logo der «Negro Rhygass» in einer Zeitung als rassistisch. In der Folge entbrannte eine heftige Diskussion darum, was die Fasnacht darf und wo Rassismus anfängt.

Umstrittenes Logo an der Fasnacht kaum sichtbar

Das Logo der «Negro Rhygass» zeigt einen schwarzen Mann im Bastrock mit einem Knochen im Haar. Die «Negro Rhygass» wurde deswegen heftig kritisiert, es gab sogar eine Petition, welche die Auflösung der Gugge verlangte. Andererseits erfuhr die «Negro Rhygass» auch viel Unterstützung. An einem Solidaritäsmarsch für die Kleinbasler Gugge nahmen mehrere hundert Fasnächtler teil.

Das Sujet sei historisch entstanden, sagte die «Negro Rhygass» stets und es sei nie die Absicht gewesen, irgendjemanden zu verletzen. Dennoch entschied der Verein schliesslich, das Logo nicht mehr öffentlich einzusetzen. «Es gab viele Sitzungen und emotionale Diskussionen», sagt Negro-Obmann Niggi Schmieder. Aber schlussendlich seien sie als Verein gestärkt aus der ganzen Sache herausgekommen.

Rassismus und Narrenfreiheit ist Top-Sujet

Nun möchte die «Negro Rhygass» die Rassismus Debatte endlich hinter sich lassen. «Wir wollen nicht zurück, sondern vorwärts blicken und die Fasnacht geniessen», sagt Niggi Schmieder. Allerdings dürfte die Gugge vielerorts an den Wirbel um sie erinnert werden. Rund 50 Gruppierungen befassen sich dieses Jahr nämlich mit den Themen Rassismus und Narrenfreiheit. Zum Beispiel die Stammlique «Basler Bebbi». Sie zeigt unter dem Sujet «Bimbotown» eine Völkerschau aus der Kolonialzeit, wie es sie in den 1920er Jahren im Basler Zolli noch gab.

Die «Negro Rhygass» ihrerseits setzt auf ein ganz anderes Sujet. Die Guggenmitglieder sind als gelbe Schiffsmatrosen unterwegs und warnen mit Blick auf das neue Rheinschiff und die vielen Schwimmerinnen und Schwimmer: «S Wird äng im Bach.»

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Ich finde es schade dass heute alle Tratitionen auf biegen und brechen geändert werden müssen nur weil die Medien es diktieren und immer gleich eine Rassismus Debatte vom Zaun reissen. Es ist einfach nur noch eine Zwängerei. Die einzigen für die dieser "Schutz" nicht gilt sind Konservative Wähler. Die kann man offenbar diffamieren wie man will.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen