Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wer befiehlt soll auch bezahlen
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 29.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
Inhalt

Neue Aufgabenteilung Soll der Kanton die Primarschulen von den Gemeinden übernehmen?

Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) prüft, ob die Trägerschaft von den Gemeinden an den Kanton gehen soll.

Der Baselbieter Landrat hat am Donnerstag drei Vorstösse an die Regierung überwiesen. Sie kommen aus verschiedenen politischen Lagern und haben alle haben die gleichen Stossrichtung: Die Regierung soll eine Auslegeordnung machen, wie man die Trägerschaft der Primarschulen zwischen Kanton und Gemeinden in Zukunft aufteilen kann. Heute haben Gemeinden die finanzielle Verantwortung, der Kanton macht Vorgaben.

Beschliesst der Kanton Änderungen bei der Primarschule, müssen die Gemeinden diese umsetzen und bezahlen. «Das heutige Modell der Trägerschaft ist nicht mehr zeitgemäss», sagt CVP-Landrätin Beatrice von Sury. Würden die Gemeinden die Primarschulen an den Kanton abgeben, wäre sie dort angesiedelt, wo Änderungen beschlossen werden.

Von einer Primarschule weiss ich, dass sich drei Klassen zwei Computer teilen müssen.
Autor: Ernst SchürchSP-Landrat

SP-Landrat Ernst Schürch führte die Chancengleichheit ins Spiel. Als Präsident der Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer sei er mit vielen Schulen in Kontakt: «Von einer Primarschule weiss ich, dass sich drei Klassen zwei Computer teilen müssen», erzählte er als ein Beispiel aus dem Schulalltag. Und das, obwohl die Schulen mit Digitalisierung arbeiten müssten. «Das ist ein riesiger Unterschied zu anderen Gemeinden.»

Es drohe eine «Zwei-Klassen-Bildung», schreibt auch von Sury in ihrem Postulat. Derzeit könnten sich nämlich nicht alle Gemeinden denselben Standard für ihre Primarschulen leisten.

Wären die Primarschulen hingegen beim Kanton angegliedert, wäre dieser auch für das Schulmaterial wie beispielsweise Computer verantwortlich. So kann umgangen werden, dass Schülerinnen und Schüler in ärmeren Gemeinden auf schlechteren Computern arbeiten müssen, während solche in reicheren Gemeinden neuere Computer im Klassenzimmer haben.

Bildungsdirektorin ist dem Anliegen gegenüber offen

Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) war bereit, die Vorstösse anzunehmen und eine Auslegeordnung vorzunehmen. Möglich sei auch eine Art Zwischenlösung, wie sie der Kanton Bern habe, sagten mehrere Landratsmitglieder. Dort teilen sich Kanton und Gemeinden die Kosten für die Primarschule.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?