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Eines der verlockenden, aber betrügerischen Inserate.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 20.02.2020.
abspielen. Laufzeit 04:47 Minuten.
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Neue Betrugsmasche Betrüger bieten staatliche Mietwohnungen zum Verkauf an

Die Basler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen falscher Inserate mit Liegenschaften des Kantons.

Die Inserate, welche in diesen Tagen auf verschiedenen Immobilienportalen erschienen sind, klingen verlockend: «Wohntraum in der Basler Altstadt» oder «Historisches Zweiparteienhaus im romantischen St. Alban-Tal». Der Schönheitsfehler: Es handelt sich um «Fake-Inserate». Betrüger haben Inserate von ausgeschriebenen Mietwohnungen in der Basler Innenstadt kopiert und daraus Kaufangebote gemacht.

Das Pikante daran: Die Wohnungen gehören dem Kanton. Immobilien Basel-Stadt, welche die staatlichen Liegenschaften verwaltet, hat umgehend reagiert, wie Rolf Borner, Chef der Abteilung auf Anfrage des Regionaljournals sagt: «Wir haben Anzeige erstattet». Dass jetzt Mietwohnungen zum Kauf angeboten würden, sei für ihn ein neues Phänomen.

«Man kommt an die Täter kaum heran»

Auch für die Basler Staatsanwaltschaft stellen die aktuellen «Fake Inserate» ein neues Phänomen dar. Die Hoffnungen aber, die Täter zu erwischen, seien gering, sagt Peter Gill von der Staatsanwaltschaft: «Die Täter halten sich praktisch immer im Ausland auf. Sie fälschen Mail-Accounts und IP-Adressen. Sobald Geld überwiesen ist, lösen sie diese Adressen wieder auf. Darum kommt man an die Täter kaum heran.»

Die falschen Inserate sind auch auf Comparis erschienen. Dort weist man darauf hin, dass Comparis Inserate von verschiedenen Partnerplattformen zeige. Man bemühe sich aber, dass möglichst keine falschen Inserate auf der eigenen Plattform erscheinen würden. Trotzdem müsse Comparis jeden Monat etwa hundert gefälschte Inserate löschen, sagt Andrea Auer von Comparis auf Anfrage.

Gefälschte Inserate sind oft auffällig

Alle Beteiligten rufen die Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, wachsam zu sein und auf verdächtige Hinweise zu achten. Die Staatsanwaltschaft nennt die häufigsten Indizien, an denen man gefälschte Inserat erkennen kann:

  • «Fake Inserate» enthalten oft Deutschfehler
  • Die Miet- oder Kaufpreise sind tiefer als üblich
  • Vor der Besichtigung wird eine Anzahlung verlangt

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2 Kommentare

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